Oberliga Niedersachsen

MTV Eintracht Celle fehlen ein paar Prozent

Zwei Spieltage vor Schluss hat es den MTV Eintracht Celle erwischt: Bei Blau-Weiß Tündern verlor der MTVE sein erstes Spiel in diesem Jahr.

  • Von Oliver Schreiber
  • 15. Mai 2022 | 18:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 15. Mai 2022 | 18:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Hameln.

Die Serie ist gerissen. Ausgerechnet beim bereits als Absteiger feststehenden HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern kassierte Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle seine erste Niederlage in diesem Jahr. Eine Woche nach der vorzeitigen Rettung durch den 4:1-Erfolg gegen den MTV Wolfenbüttel hieß es am Ende 1:2 (1:2). „Das war absolut unnötig. Aber wir waren auch von unserem Limit ein Stück weit entfernt, ein paar Prozent haben einfach gefehlt. Und sowas wird in der Oberliga sofort bestraft“, resümiert Trainer Hilger Wirtz .

Starke Eintracht-Anfangsphase

Dabei sah zunächst alles nach einem weiteren Celler Erfolg aus nach zuvor sieben Siegen und zwei Remis in neun Spielen. Eintracht begann engagiert, couragiert und einmal mehr mit schnellem Kombinationsspiel. Drei Großchancen blieben ungenutzt, wobei Denis Janu aus sechs Metern einen Spieler des Gastgebers auf der Torlinie anschoss.

Nach zehn Minuten klingelte es aber dann im Hamelner Kasten. Hilger von Elmendorff fing im Mittelfeld einen Pass ab und leitete die Kugel direkt weiter auf Janu. Der setzte auf der linken Außenbahn Faisal Soma in Szene, der im Zentrum Luca van Eupen anspielte. Der Torjäger steckte den Ball durch auf den von rechts einlaufenden Adrian Zöfelt, der aus Nahdistanz an Torwart Kolja Kowalski, den Abpraller verwandelte dann aber Soma zur frühen Führung.

Ausgleich aus dem Nichts

Aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich. Nach einer Flanke von rechts agierten die Celler im Strafraum zu zögerlich, Kaan Karadeniz zog mit links aus der Drehung ab, Laurin Bonk fälschte den Ball noch leicht ab – 1:1 (17.). „Das verteidigen wir einfach zu halbherzig, wir haben da im Strafraum eine klare Überzahl. Dieses Tor hat uns aus dem Konzept gebracht. Bis dahin war das richtig guter Fußball von uns. Wir haben es allerdings versäumt, auf Grund unserer Überlegenheit und den Chancen für eine Vorentscheidung zu sorgen“, ärgert sich Wirtz.

Tündern unterbindet Spielfluss

Die Hausherren schafften es immer wieder, durch viele kleine Fouls den Spielfluss der Celler zu unterbinden, Schiedsrichter Julian Bergmann ließ hier viel zu lange Leine. Zudem vermied Tündern quasi Bodenkontakt und agierte immer wieder mit langen Bällen, der MTVE fand kaum Mittel, das eigene Spiel durchzuziehen.

In der 32. Minute dann der nächste Schock. Nach einem abermals langen Ball in den Strafraum verließ sich Yannik Ehlers auf den herauseilenden Keeper Christof Rienass und ging nicht konsequent in den Zweikampf mit Robin Tegtmeyer. Rienass kam jedoch zu spät, Tegtmeyer hob die Kugel über ihn hinweg zum 2:1 in die Maschen.

Schlussoffensive nicht von Erfolg gekrönt

Die Gäste taten sich weiter schwer, Kontrolle über das Spielgeschehen zu gewinnen. Erst in der Schlussphase – Wirtz hatte mit Fatih Yavsan und Oury Keita weitere Offensivkräfte gebracht und von 4-2-3-1 auf 4-4-2 umgestellt – setzten sie Tündern wieder stark unter Druck. Aber sowohl im Passspiel in die Spitze als auch im Abschluss fehlte die Präzision.

Gegen Gifhorn Heimserie wahren

Die größte Chance zum Ausgleich vergab Soma, als er erst Schlussmann Kowalski den Ball stiebitzte, dann aber zu zögerlich agierte. Statt direkt aufs leere Tor zu schießen, wollte er sich das Spielgerät nochmal auf seinen linken Fuß legen, Kowalski wehrte schließlich ab. Auch van Eupen, der die fünfte Gelbe Karte sah und damit im letzten Heimspiel gegen den MTV Gifhorn fehlen wird, hatte noch eine Kopfballmöglichkeit, zudem blieb einem Treffer von Fabian Weigel wegen angeblichen Foulspiels die Anerkennung versagt. Allerdings hätte auch Tündern bei einigen Kontern die Partie entscheiden können. „Unterm Strich waren wir heute einfach nicht gut genug. Jetzt wollen wir wenigstens unsere Heimserie wahren“, meint Witz im Hinblick auf den Saisonabschluss gegen Gifhorn.