Westercelle

Nowatschin übernimmt Zepter beim VfL Westercelle

Harald Nowatschin ist der neue Vorsitzende des VfL Westercelle. - Der 46-Jährige folgt auf Reinhold Wilhelms, der sein Amt nach - 15 Jahren zur Verfügung stellte. Vertreter des Vereins, des - Kreissportbundes und der Turner lobten die Arbeit von Wilhelms und die Entwicklung des Vereins.

  • Von Christopher Menge
  • 23. Feb. 2016 | 18:39 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Christopher Menge
  • 23. Feb. 2016 | 18:39 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Westercelle.

Es war eine der längsten Versammlungen in seiner Amtszeit: Am Freitag leitete Reinhold Wilhelms letztmalig als Vorsitzender die jährliche Zusammenkunft der Mitglieder des VfL Westercelle. Dass die Mitglieder fast zwei Stunden lang in der Aula der Grundschule Bruchhagen zugegen waren, lag aber nur indirekt an dem scheidenden Wilhelms. Er hatte sich nämlich gewünscht, dass nicht viel Aufhebens um seine Person gemacht würde. Diesen Gefallen taten die VfLer ihm aber nicht – schließlich hatte er 15 Jahre lang die Geschicke des Großvereins gelenkt.

Der stellvertretende Vorsitzende Joachim Knoll ging in seiner ausführlichen Laudatio unter anderem darauf ein, dass Wilhelms den Verein durch das Einstellen einer hauptamtlichen Geschäftsführerin professionalisiert, bei der Sanierung der Nadelberghalle sowie des Kraftraums in der Bruchhagenhalle mitgewirkt und die Neugründung beziehungsweise Wiederbelebung der Jujutsu- und Judo-Sparten begleitet habe. Der Vorsitzende des Kreissportbundes, Hartmut Ostermann, lobte wie Gunda Thielecke, Vorsitzende des Turnkreises Celle, trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten die angenehme Zusammenarbeit mit Wilhelms und die gute Entwicklung des VfL Westercelle, der zum Stichtag 1. Januar 2099 Mitglieder zählte.

Wilhelms selbst sagte zu seinem Abschied nur, dass ihm der Schritt nicht schwer falle, da er wisse, wer sein Nachfolger werden dürfte. Die Versammlung folgte schließlich dem Vorschlag des Vorstandes und wählte Harald Nowatschin einstimmig zum neuen Vorsitzenden. „Ich freue mich auf das Amt und habe Lust, die neue Aufgabe anzugehen“, sagte der 46-Jährige.

Sein Vorgänger hatte zuvor noch darauf hingewiesen, dass er glücklich sei, einen wirtschaftlich gesunden Verein übergeben zu können. Zum anderen berichtete er von seiner Mitarbeit beim Sportentwicklungsplan, der inzwischen in schriftlicher Form vorliege. „Erfreulich ist zumindest, dass die Gruppe die Entwicklung der Fußballsparte im VfL und da insbesondere auch die herausragende Jugendarbeit sehr gewürdigt hat. Die gesamte Gruppe hat akzeptiert, dass beim VfL ein großer Bedarf an Außenplätzen besteht und hat deshalb in den Plan hineingeschrieben, dass der VfL einen Kunstrasenplatz erhalten sollte“, sagte Wilhelms, „Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass Priorität nicht der Sparzwang hatte, dass der Plan aber natürlich perspektivisch in die Zukunft schaut und so auch den demografischen Wandel berücksichtigt. Ein Sportentwicklungsplan, der aber nur dem Sparzwang unterliegt, könnte aus meiner Sicht nicht dringend eine Mehrzweckhalle in der Stadt als unbedingt notwendig ausweisen und das tut er.“

Einen Wermutstropfen muss der zweitgrößte Verein des Landkreises aber auch verschmerzen. Dem neuen Vorstand gehören nur noch fünf Personen an, da für die Ämter des Jugendwarts und des dritten Vorsitzenden keiner gefunden wurde.