Niedersachsenpokal

MTV Eintracht Celle auf Krähenjagd am Waldsee

Ausgerechnet vor dem ersten Pflichtspiel der Saison folgt eine Hiobsbotschaft auf die andere bei Eintracht Celle, der am Sonntag auf Krähenjagd geht.

  • Von Oliver Schreiber
  • 26. Juli 2019 | 18:21 Uhr
  • 14. Juni 2022
Eintrachts Rechtsverteidiger Daniel Ruchatz (am Ball) fällt mindestens vier Wochen aus.
  • Von Oliver Schreiber
  • 26. Juli 2019 | 18:21 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Geplant war das eigentlich ganz anders. Mit dem neuen Traumsturm Moussa Doumbouya / Felix Krüger wollte der MTV Eintracht Celle als Aufsteiger der starken Konkurrenz in der Fußball-Oberliga zumindest etwas Furcht einflößen. Doch daraus wird nichts. Bei der Generalprobe im Niedersachsenpokal amSonntag um 15 Uhr in Langenhagen beim Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide wird keiner der beiden Torjäger auflaufen.

Schambeinentzündung bei Felix Krüger

Doumbouya schnürt inzwischen für die U23 von Hannover 96 die Stiefel und traf am Freitagabend zum Regionalliga-Auftakt beim 2:0-Erfolg gegen SV Drochtersen-Assel zum 1:0, Rückkehrer Krüger fällt mit einer Schambeinentzündung vorerst aus. „Das trifft uns schon hart. Ich hoffe aber bei Felix, dass er vielleicht in zwei Wochen wieder trainieren kann“, erklärt Trainer Hilger Wirtz.

Ruchatz zieht sich Außenbandriss zu

Doch dies ist nicht die einzige Hiobsbotschaft, die der A-Lizenzcoach verkraften muss. Rechtsverteidiger Daniel Ruchatz trat im Training in ein Loch auf der Rasenfläche und zog sich einen Außenbandriss zu – mindestens vier Wochen Zwangspause. Und nach wie vor stehen beide Torhüter nicht zur Verfügung. Christof Rienass fällt nach seiner Sprunggelenksoperation bis Jahresende aus, auch Neuzugang Marco Dubberke ist nach seinem Bänderanriss in der Schulter noch nicht wieder fit.

Neuer Torwart Dubberke noch nicht fit

Für ihn wird erneut Tjark Klindworth zwischen den Pfosten stehen, der eigentlich für die zweite Mannschaft als Stammkeeper vorgesehen war. „Tjark trainiert trotz seines beruflichen Stresses so oft er kann, um noch besser in Form zu kommen. Wir wissen, dass er Oberliga-Format hat, insofern sind wir da immer noch gut aufgestellt. Wir können nur beten, dass er fit bleibt“, meint Wirtz.

Trainer Wirtz mit Vorbereitung bisher zufrieden

Trotz dieser Sorgen ist der 54-Jährige mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden. „Wir sind ja da noch mittendrin, die Vorbereitung zieht sich ja über den ersten Spieltag hinweg. Die Jungs ziehen sehr gut mit, wir haben auch schon einiges zusammen erarbeitet. Aber da sind wir sicherlich noch nicht am Ende. Unsere Neuzugänge haben sich sehr gut eingefügt, sind sehr engagiert und lernwillig. So wie du es als Trainer haben willst“, lobt Wirtz.

Auftritt beim Porta-Pokal gibt Selbstvertrauen

Die Auftritte beim Porta-Pokal in Ramlingen haben gezeigt, dass die Celler zumindest das Potenzial haben, das schnellere Tempo in der Oberliga mitgehen zu können und den höheren Anforderungen gerecht zu werden. Allerdings gibt es auch noch Nachholbedarf in puncto Handlungsschnelligkeit und Zweikampfverhalten. „Das sind alles Lernprozesse. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir immer noch eine junge Truppe haben, unsere Neuzugänge sind fast ausschließlich Talente. Und auch diejenigen, die schon länger dabei sind, befinden sich immer noch im Entwicklungsprozess“, erläutert Wirtz.

Schwierige Aufgabe gegen Krähenwinkel

Von der Papierform her gehen die Blau-Weißen gegen Krähenwinkel, Tabellenelfter der abgelaufenen Landesliga-Saison, als Favorit ins Spiel. Eine Tatsache, für die man sich nichts kaufen kann. „Wir haben ja noch kein Oberliga-Spiel absolviert und sind daher praktisch auch noch ein Landesligist. Krähenwinkel hat sich gut verstärkt, sie werden in dieser Saison meiner Meinung nach oben mitspielen. Das ist eine ganz unbequeme Aufgabe für uns“, sagt Wirtz.

Besondere Atmosphäre im Stadion am Waldsee

Zumal die „Krähen“ gerade im Pokal zum Höhenflug ansetzen. Das Team gewann im Juni zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Bezirkspokal, im heimischen Stadion am Waldsee herrscht zudem immer eine ganz besondere Atmosphäre. „Da hängen die Trauben schon recht hoch. Aber wir sind voller Selbstvertrauen, wollen uns da behaupten und Schwung für den Ligaauftakt in Hildesheim holen“, bekräftigt Wirtz.

Henry Struwe stürmt in vorderster Front

In vorderster Front wird statt Doumbouya oder/und Krüger wohl Henry Struwe im 4-2-3-1-System auf Torejagd gehen. Diese Position kennt er bereits. Für Ruchatz könnte rechts Alpha Jallow verteidigen. Auch Yannik Ehlers, eigentlich auf der gegenüberliegenden Seite beheimatet, ist dort in der Vorbereitung schon zum Einsatz gekommen. Wirtz: „Wir verfügen glücklicherweise über einige Alternativen. Nur im Tor darf nichts mehr passieren.“