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Fußball regional Neuer „starker Mann“ beim TuS Celle FC
Sport Fußball regional Neuer „starker Mann“ beim TuS Celle FC
17:34 09.12.2015
Von Heiko Hartung
Celle Stadt

Die Fußballer des TuS Celle FC haben am Mittwochabend Trainingsbesuch bekommen: Der Vorstand des abstiegsgefährdeten Landesligisten stellte der Mannschaft Sandy Peter Röhrbein als neuen hauptamtlichen Geschäftsführer in Vollzeit vor. Auch Karsten Hutwelker warf einen Blick auf die Übungseinheit. Der 44-Jährige soll künftig Cheftrainer Kais Manai (42) und Co-Trainer Eike Mach (46) beratend zur Seite stehen und im sportlichen Bereich „neue Impulse“ setzen. Der Ex-Profi und Fußballlehrer spielte unter anderem bei 1. FC Köln, Eintracht Braunschweig, AC Florenz und FC Augsburg und ist aktuell noch Scout bei Viertligist Carl Zeiss Jena. Dort wolle er seinen Vertrag auflösen und am 1. Januar offiziell beim TuS FC anfangen, hieß es.

„Röhrbein wird als Manager unser neuer starker Mann. Er soll Zug in den Verein bringen“, stellt TuS-Vorsitzender Wolfgang Lidle klar. „Wir wollen irgendwann wieder in der Regionalliga spielen. Dazu müssen wir unsere Strukturen professionalisieren. Ein Geschäftsführer ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“ Man gehe diesen Weg unabhängig von Tabellenplatzierung oder Ligazugehörigkeit. Lidle: „Wir wollen Kontinuität. Röhrbeins Vertrag gilt im Notfall auch für die Bezirksliga.“

Kann sich der klamme Klub, den etwa 40.000 Euro Verbindlichkeiten drücken, einen hauptamtlichen Manager überhaupt leisten? „Sowohl Röhrbeins als auch Hutwelkers Posten werden fremdfinanziert und sind langfristig ausgelegt. Geldgeber sind Celler Firmen, die dem Klub wohlgesonnen sind“, sagt Sportvorstand Peter Dohlich.

Sandy Peter Röhrbein über . . .

. . . seinen alten Klub:

„Nach dem Weggang von Trainer Alexander Kiene und Sportvorstand Markus Kompp (seit November Vorstandschef bei Hansa Rostock, die Red.) wäre der Weg ins Management bei Rehden für mich frei gewesen. Da stand ich aber schon beim TuS FC im Wort. Zudem ist es angesichts der Strukturen beim BSV schwierig, eigene Ideen zu verwirklichen.“

. . . seinen neuen Arbeitgeber:

„Der TuS Celle FC hat außerhalb der Stadt bei Fußballfans immer noch einen klangvollen Namen. Mit dieser Stadt, dieser Tradition, diesem Stadion im Rücken kann man was aufbauen.“

. . . die Mannschaft:

„Auch wenn es sportlich nicht rund läuft, muss die Einstellung immer stimmen. Wir werden mit den Spielern reden, um zu hören, ob sie den gleichen Weg gehen wollen wie wir.“

. . . die sportliche Situation:

„Wir müssen aus der Abstiegszone raus. Dazu wird es im Kader einen Umbruch geben. Neue Spieler müssen natürlich finanzierbar sein und zur Mannschaft passen.

Wir wollen das Team so umgestalten, dass wir nach der Winterpause nicht nochmal 0:4 gegen den Tabellenletzten verlieren würden.“

. . . seinen Führungsstil:

„Ich bin ein Teamplayer. In einer für den Verein schwierigen Situation müssen aber auch schmerzhafte Entscheidungen getroffen werden. Dann kann man nicht jedermanns Freund sein.“

. . . Sponsoren:

„Die Gewinnung und Pflege von Sponsoren gehört zu meinen Aufgaben. Dabei ist eine Partnerschaft dem reinen Sponsoring vorzuziehen. Wir wollen Firmen finden, die mit dem Verein leben.“

. . . den Nachwuchs:

„Der TuS hat vor der Saison fast alle Jugendspieler verloren. Das ist neben der aktuellen Situation der Herren-Elf die größte Baustelle. Auch hier werde ich aktiv werden.“

. . . seinen Vornamen:

„Meine Mutter ist ein Fan der alten ,Flipper‘-Filme. Sandy hieß der Junge, der sich mit dem Delfin anfreundet. Sie fand den Namen schön und hat mich nach ihm benannt. Weil es aber auch ein Mädchenname ist, kam Peter dazu – so heißt mein Vater.“