Oberliga Niedersachsen

Nächste Gala: Eintracht Celle bleibt Oberligist

Partystimmung beim MTV Eintracht Celle: Das Team hat nach dem 4:1 gegen Wolfenbüttel zwei Spieltage vor Schluss den Oberliga-Klassenerhalt sicher.

  • Von Oliver Schreiber
  • 07. Mai 2022 | 18:44 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 07. Mai 2022 | 18:44 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Es ist vollbracht - und das erneut in beeindruckender Manier: Der MTV Eintracht Celle feierte nach einer 4:1-Gala gegen den MTV Wolfenbüttel am Samstagnachmittag vor rund 250 Zuschauern in der Wilharm-Arena den vorzeitigen Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga. "Das ist eine unglaubliche Leistung. Ich kann vor dieser Mannschaft nur den Hut ziehen. Dieser Erfolg ist sportlich noch höher einzustufen als der Landespokalsieg. Jetzt dürfen die Jungs auch beim Feiern ordentlich Gas geben", erklärte Trainer Hilger Wirtz direkt nach Spielschluss.

Aus bisher neun Spielen in diesem Jahr holten die Blau-Weißen 23 Punkte - sieben Siege und zwei Remis. Vor allem vor eigenem Publikum sind sie eine Macht: alle fünf Spiele gewonnen, Torverhältnis 21:4. "Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war schon echt top. Wir haben richtig guten Fußball gespielt und hochverdient unser großes Ziel erreicht", meinte Wirtz.

Nach dem Sieg der SVG Göttingen gegen TB Uphusen am Freitagabend war bereits vor dem Anpfiff gegen Wolfenbüttel klar, dass bereits ein Zähler für den Ligaverbleib reichen würde. Die Gäste hingegen standen mit dem Rücken zur Wand und begannen engagiert. Bereits nach zwei Minuten stockte den Eintracht-Fans der Atem, als nach einem langen Ball Lars Borchert den Ball beim Versuch, ihn abzuschirmen, an Jonas Klöppelt verlor. Dessen Schuss landete am Innenpfosten - und sprang von dort wieder ins Feld zurück. Kurz danach hatte der MTVE Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Björn Behrens bei einem heiklen Zweikampf im Strafraum stumm blieb und Wolfenbüttel ein möglicher Elfmeter verwehrt blieb.

Nach diesen Schreckmomenten drehten die Hausherren dann auf. Und gingen in der zehnten Minute in Führung. Torjäger Luca van Eupen köpfte aus Nahdistanz eine von Hilger von Elmendorff vors Tor gezogene Ecke ein. Dieser Treffer beflügelte die Celler, die Wolfenbüttel mit ansehnlichem Kombinationsfußball und viel Tempo nun förmlich auseinandernahmen. Nach einem der vielen Klasse-Angriffe flankte Gerbi Kaplan vom linken Strafraumeck auf den von rechts einlaufenden Laurin Bonk. Dessen Schuss klatschte MTV-Keeper Direnc Güven ab, Faisal Soma staubte ab - 2:0 (21.). Es war das erste Saisontor des lange Zeit verletzten Stürmers.

Eintracht verpasst frühzeitige Entscheidung

Eintracht versäumte es, bis zum Pausenpfiff schon alles klarzumachen. Wolfenbüttel hätte sich über ein 0:4 oder gar 0:5 nicht beschweren dürfen. Nach dem Seitenwechsel hatte der MTVE zunächst Probleme, an seine Gala-Vorstellung aus der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Die Gäste agierten offensiver, das Spiel wurde offener. Der zur Pause eingewechselte Muzaffer Can Degirmenci erzielte nach einer Unachtsamkeit in der Celler Defensive in der 51. Minute den Anschlusstreffer.

Die Wirtz-Elf schüttelte sich kurz - und stellte in der 67. Minute den alten Abstand wieder her. Ein langer Abschlag von Torwart Christof Rienass landete bei Denis Janu, der den Ball gleich weiter auf van Eupen leitete. Der hob die Kugel über den herauseilenden Güven - sein 18. Saisontreffer.

Und dann stachen auch noch die Joker. In der Nachspielzeit schickte Adrian Zöfelt (spielte nach seiner Gesichtsverletzung mit Spezialmaske) mit einem genau getimten Pass den ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Fatih Yavsan auf die Reise. Der bullige Angreifer umkurvte Güven und schob den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen. Der Startschuss zu einem Partymarathon, denn kurz danach folgte der Abpfiff. "Der Sieg war verdient. Was wir vor allem in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war allerhöchstes Niveau", lobte Wirtz. Das Niveau eines Oberligisten.

(weiterer Bericht folgt)