Kreisliga

Showdown um die Meisterschaft

TuS Hermannsburg oder TuS Eversen-Sülze - es kann nur einen geben. Die beiden Nordkreis-Teams liefern sich ein Fernduell um die Meisterschaft.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 17. Jun 2022 | 15:30 Uhr
  • 21. Jun 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 17. Jun 2022 | 15:30 Uhr
  • 21. Jun 2022
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Celle.

Die Fußball-Kreisliga steht vor ihrem letzten Spieltag, bevor die langersehnte Sommerpause beginnt. Eine wichtige Entscheidung steht noch aus: Wer vertritt den Kreis Celle neben der SG Eldingen in der nächsten Saison im Bezirk? Nach der Niederlage beim TuS Celle FC hat sich der MTV Langlingen aus dem Anwärterkreis verabschiedet, kann jetzt aber im Duell mit Spitzenreiter TuS Hermannsburg Schützenhilfe für den Zweiten TuS Eversen-Sülze leisten. Im Fernduell reist Eversen zur Oberliga-Reserve des MTV Eintracht Celle. Spannung ist hier garantiert.

Der letzte Kreisliga-Auftritt der beiden Absteiger SV Garßen und VfL Wathlingen endete bereits am Dienstag mit 8:0 für den SVG. Bei fünf Vereinen, SG Lachendorf-Beedenbostel, SSV Südwinsen, MTV Langlingen, SV Dicle Celle und VfL Westercelle II, nehmen die Trainer zum letzten Mal auf der Bank Platz und wollen sich mit einem Sieg verabschieden.

Aufstiegsrunde

MTV Langlingen – TuS Hermannsburg (Sonntag, 15 Uhr)

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Langlingens Coach Andr Ruschitzka auf seine letzte Saison. Durch die vielen personellen Ausfälle hat im Endspurt die Qualität gefehlt, um noch im Aufstiegsrennen mitzumischen. Insgesamt war das Fußballjahr aber mehr als überragend. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir so eine starke Saison spielen“, meint Ruschitzka, der zur neuen Spielzeit durch das Gespann Nico Strehl/Rainer Santelmann ersetzt wird.

Jetzt kann seine Elf zum „Königsmörder“ werden und Hermannsburg noch die Meisterschaft nehmen. Der Tabellenführer ist derzeit punktgleich mit Eversen und hat ein um neun Tore besseres Torverhältnis. „Wir werden alles probieren, damit wir Hermannsburg ärgern“, schaut der Trainer voraus. Mit den Rückkehrern Matthias Franz, Steffen Arnoldt und Torwart Sean Wende wird seine Auswahl wieder größer sein.

Hermannsburgs Trainer Sievert Asmussen strahlt vor dem möglicherweise wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte Zuversicht aus. „Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Langlingen“, erklärt Asmussen. Für die Blau-gelben wäre der Aufstieg in den Bezirk ein Novum. Allerdings ist der Einsatz von Mika Höppner fraglich, Veysi Yavsan verletzt, zudem gibt es weitere angeschlagene Spieler. „Wir werden uns da durchbeißen“, verspricht Asmussen.

MTV Eintracht Celle II – TuS Eversen-Sülze (Sonntag, 15 Uhr)

Für die Everser, die mehr Punkte holen müssen als Hermannsburg in Langlingen um aufzusteigen, ist beim Gastspiel an der Nienburger Straße ein dickes Brett zu bohren. Die Hausherren haben eine Menge Qualität in der Mannschaft und sich laut der Analyse von Trainer Emin Kiy unter Wert geschlagen. „Viele Spiele haben wir nicht gut zu Ende gespielt, dadurch fehlen uns Punkte“, erklärt Kiy. Im Duell mit dem Berger Stadtteilclub erwartet der Coach nochmal eine Topeinstellung von seinen Schützlingen. „Wir werden es Eversen schwermachen, hier was zu holen“, schaut er voraus.

Bei Eversen fallen Constantin Lück und David Patzelt aus. Hinter dem Einsatz von Felix Unterfrauner steht noch ein Fragezeichen. „Die Lücken werden durch andere Spieler geschlossen, das hat auch in der Vergangenheit immer gut geklappt. Wir wollen den Druck auf Hermannsburg möglichst bis zum Schlusspfiff hochhalten“, sagt TuS-Coach Sven Ewert.

TuS Eschede – FC Firat Bergen (Sonntag, 15 Uhr)

In Eschede gibt es eine deutliche Tendenz zum Saisonabschluss. Von Firat wird nicht mehr viel erwartet, da sie zu viele Ausfälle haben, um noch richtig Paroli bieten zu können. „Wir sind zufrieden mit der Aufstiegsrunde, jetzt wollen wir das letzte Spiel auch noch gewinnen“, sagt Eschedes Trainer Torsten Gers. Etwas kritisch ist Gers dann doch noch bei der Saisonbeurteilung, denn die Elf von der Aschau hatte auch die Qualität für ganz oben. „Dafür hätten aber alle etwas mehr investieren müssen“, sagt er.

SSV Südwinsen – TuS Celle FC (Sonntag, 15 Uhr)

Für das Trainerurgestein Ulrich Busse geht am Sonntag eine lange Trainerkarriere zu Ende. „Die Entscheidung steht schon lange fest, von daher wird es nicht zu sehr emotional“, meint er. Sein Nachfolger wird Bastian Krämer.

Zum Abschluss seiner fünf Jahre an der Hornbosteler Straße wünscht Busse sich nochmal einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft, damit es endlich den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde gibt. „Das wäre eine Wertschätzung für meine Arbeit, die ich hier geleistet habe und ein schönes Abschiedsgeschenk“, so Busse. Dafür muss Südwinsen aber das zweifelsohne vorhandene Potenzial auch ausschöpfen.

Abstiegsrunde

TuS Oldau-Ovelgönne – TS Wienhausen (Samstag, 15 Uhr)

Oldau wird mit dem letzten Aufgebot gegen die Turnerschaft antreten müssen, will aber mit aller Macht die Tabellenführung verteidigen und damit die Meisterschaft der Abstiegsrunde einfahren. „Nach den vielen Ausfällen werden wir unseren Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen. Wir wollen unseren Zuschauern nochmal ein schönes Spiel liefern und gewinnen“, äußerte sich Trainer Markus Knorr hoffnungsfroh. Sein Pendant aus Wienhausen, Christian Hilse, erwartet ein ausgeglichenes Duell.

SG Lachendorf/Beedenbostel – VfL Westercelle II (Sonntag, 13 Uhr)

In Lachendorf wird es gleich zwei Trainerabschiede geben, sowohl SG-Coach Tobias Zeising als auch Tobias Mikolaczick von der Westerceller Landesliga-Reserve hören aus persönlichen Gründen auf. „Die drei Jahre waren sehr fordernd, zum Abschluss wünsche ich mir ein schönes Spiel mit einem Sieg“, so Zeising, dem der bisherige A-Jugend-Coach Ilas Ahrens. Beim VfL rückt für Mikolaczick Timo Papendieck an die Seite von Jonas Sieme. Für den von Zeising erhofften Lachendorfer Erfolg gegen Westercelle sind allerdings mehr Kampf und Laufbereitschaft nötig als zuletzt beim schwachen Auftritt in Garßen und der folgerichtigen Niederlage.

SC Wietzenbruch – SV Dicle Celle (Sonntag, 15 Uhr)

„Wir brauchen jetzt alle eine Pause“, war das kurze Statement von SCW-Coach Oliver Seinsch vor der vierwöchigen Sommerpause. Mit der Entwicklung der Mannschaft und dem damit verbundenen Klassenerhalt ist das Trainerteam um Sascha Klein und Seinsch sehr zufrieden. „Wer hätte im Winter mit so einem Verlauf gerechnet?“ fragt er lächelnd. Nach den unterirdischen Auftritten in der ersten Saisonhälfte hat Wietzenbruch eine starke Abstiegsrunde gespielt und sich verdient den Klassenerhalt gesichert. Der SVD will sich anständig aus der Kreisliga verabschieden.

Von Jens Tjaden

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