Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Fußball regional Kein Angsthasen-Fußball zu Ostern
Sport Fußball regional Kein Angsthasen-Fußball zu Ostern
12:58 13.06.2010
Celle Stadt

Frohe oder frustige Ostern? Die beiden Fußball-Bezirksoberligisten SV Nienhagen und TuS Celle FC müssen unter Beweis stellen, dass sie dem nervlichen Druck im Abstiegskampf gewachsen sind. Vor allem für den SVN steht viel auf dem Spiel. Er trifft zweimal auf direkte Konkurrenten und steht nach dem 1:5-Debakel gegen Schlusslicht VfL Maschen unter Zugzwang.

TuS Bodenteich –

SV Nienhagen

(Ostersonnabend, 16 Uhr)

SV Nienhagen –

FC Basbeck-Osten

(Ostermontag, 15 Uhr)

Die gute Nachricht vorweg: Schlechter als bei der 1:5-Pleite gegen Schlusslicht VfL Maschen wird der SV Nienhagen sowohl Ostersonnabend beim TuS Bodenteich als auch am Montag daheim gegen den FC Basbeck-Osten nicht spielen. „Das ist auch schwer möglich. Mehr falsch machen, als wir es gegen Maschen getan haben, kann man eigentlich nicht. Ich hoffe nur, dass die Jungs mir nicht das Gegenteil beweisen“, erklärt Trainer Rolf Klindtworth.

Nach der desolaten Vorstellung im letzten Heimspiel hat es eine Aussprache gegeben. „Wir konnten nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir haben alles angesprochen, das Thema Maschen ist abgehakt. Im Training war ein anderer Zug zu spüren. Ich hoffe, dass setzt sich auch in den beiden Spielen fort“, so Klindtworth.

In den Duellen mit den beiden Aufsteigern darf sich der SVN keinen weiteren Patzer mehr leisten. Eine oder gar zwei Niederlagen wären angesichts der Tabellensituation verheerend. Die Gelb-Schwarzen (20 Punkte) müssen noch drei Teams überholen, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt drei Zähler, der zu Bodenteich einen Punkt – alles also noch in Reichweite. Aber zu einem Dreier gibt es fast keine Alternative.

Das gilt umso mehr für die Montagspartie daheim gegen Basbeck. Der Aufsteiger hat als Vorletzter gerade einmal 16 Punkte auf dem Konto. Aber gerade gegen solche Gegner tun sich die Nienhäger bekanntlich schwer – siehe Maschen.

Zu allem Überfluss droht auch noch Christian Grabowski auszufallen, bei dem sich die Zerrung verschlimmert hat. Damit ist die geplante Mittelfeldachse mit Jan Lührs und Grabowski, die den SVN aus dem Keller befördern sollte, komplett gesprengt. „Das ist richtig bitter und tut uns weh. Aber es ist halt nicht zu ändern. Ich hoffe, dass Christian wenigstens am Montag spielen kann. Aber egal in welcher Aufstellung: Wir müssen punkten, die Truppe ist stark genug, beide Spiele zu gewinnen. Wir werden offensiv auftreten“, gibt sich Klindtworth kämpferisch. Hoffentlich beherzigt das auch seine Mannschaft.

Rotenburger SV –

TuS Celle FC

(Ostersonnabend, 16 Uhr)

TuS Celle FC –

SV Eintracht Lüneburg

(Ostermontag, 15 Uhr)

Er war viel unterwegs in den letzten Tagen, Spiele beobachten, Mannschaften anschauen, sich Lösungen zu überlegen, wie man den kommenden Gegner schlagen kann. Dabei hatten die kleinen Reisen, die zu den Hausaufgaben eines Trainers gehören, für Rüdiger Halbe, den Trainer von Fußball-Bezirksoberligist TuS Celle FC, nur ein Ziel: den Rotenburger SV. „Ein unangenehmer Gegner“, weiß Halbe, der sich nach den zurückgelegten Kilometern und gewonnenen Erfahren vor dem schwierigen Auswärtsspiel sicher nicht von der Tabellensituation blenden lassen will.

Denn da liegen die Rotenburger vier Punkte hinter den Herzogstädtern an drittletzter Stelle, können mit einem Sieg bis auf einen Zähler heranrücken und die Abstiegssorgen der Gäste wieder akuter werden lassen, als es ihnen lieb ist. „Eine sehr kompakte Mannschaft“, weiß Halbe aus seinem Reisetagebuch zu berichten und warnt: „außerdem haben sie zwei sehr gefährliche Stürmer.“

Deshalb will er gerade hier ansetzen. Er sagt: „Die müssen wir unbedingt ausschalten.“ Und meint: Wenn das nicht gelingt, wird es schwer. Nicht gerade einfacher macht es ihm die personelle Situation. Denn da droht ausgerechnet Pascal Peschke wegen Oberschenkelproblemen auszufallen, also der Abwehrspieler, der in Halbes Überlegungen „eine sehr zentrale Rolle“ spielt. Fraglich sind außerdem Angreifer Mathias Winkler (Rückenbeschwerden) und Mittelfeldspieler Tekin Ekinci (Fußverletzung).

Doch auch wenn Halbe tatsächlich auf sie verzichten muss, gilt es, „ sich nicht zu verstecken“ und an die durchaus vielversprechenden „Leistungen der letzten beiden Spiele anzuknüpfen“. Da gab es zwar frisches Selbstbewusstsein, aber eben auch nur einen Punkt. Das soll sich an diesem Osterwochenende ändern. Erst in Rotenburg, dann am Ostermontag zu Hause um 15 Uhr gegen SV Eintracht Lüneburg. Denn Halbe hat neben den sportlichen Erkenntnissen auch eine Rechnung von seinen kleinen Reisen mitgebracht. „Wir wollen aus diesen beiden Spielen mindestens vier Punkte holen.“

Von Oliver Schreiber und Christoph Zimmer