MTV Eintracht Celle

Nach sieben Jahren: Jörg Klindworth hört auf

Jörg Klindworth zieht einen Schlussstrich. Der sportliche Leiter des MTV Eintracht Celle legt sein Amt nieder.

  • Von Oliver Schreiber
  • 22. Mai 2022 | 15:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 22. Mai 2022 | 15:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Die Entscheidung ist ihm nicht leicht gefallen. „Ich habe lange mit mir gerungen, weil mir die Arbeit für diesen Verein echt am Herzen liegt. Aber letztlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche“, erklärt Jörg Klindworth. Der 59-Jährige wird sein Amt als sportlicher Leiter der Fußball-Abteilung des MTV Eintracht Celle nach dieser Saison niederlegen.

"Es gibt keine Querelen oder einen neuen Verein"

Klindworth betont, dass die Gründe für seine Demission ausschließlich persönlicher und privater Natur sind. „Es gibt keine Probleme oder irgendwelche internen Querelen. Oder gar einen anderen Verein. Die Belastung war zuletzt einfach zu hoch. Ich bin morgens mit Fußball aufgewacht und nachts mit Fußball eingeschlafen. Das zerrt dann irgendwann schon an einem“, erläutert Klindworth.

Sieben Jahre lang fungierte er in dieser Position, zuvor war er ab 2013 zwei Jahre lang in gleicher Funktion beim TuS Celle FC tätig. Nach der geplatzten Fusion zwischen Eintracht und TuS, die Klindworth zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden Peter Hoop vorangetrieben hatte, wechselte er 2015 zum MTVE. In seine Ära fallen zwei Bezirksmeisterschaften, verbunden jeweils mit dem Oberliga-Aufstieg, der Landespokalsieg 2020, die Etablierung der zweiten Mannschaft in der Kreisliga und zuletzt der Klassenerhalt mit der ersten Herren. „Es war wirklich eine sehr schöne Zeit. Die Zusammenarbeit mit allen hat mir Spaß gemacht und war auch stets produktiv. Daher ist mir dieser Schritt auch schwergefallen“, betont Klindworth.

"Werde die Zeit immer in guter Erinnerung behalten"

Aber zuletzt sei es immer schwieriger geworden, den eigenen hohen Ansprüchen gerecht zu werden. „Die Qualität der Arbeit darf nicht darunter leiden, dass eine Überlastung besteht. Und das hätte ich für die Zukunft nicht mehr gewährleisten können“, unterstreicht Klindworth, der die Zeit „immer in guter Erinnerung behalten wird. Besonders möchte ich mich bei Christian Schoof, Andreas Leihbacher und Norbert Reiche bedanken. Und natürlich bei Hilger Wirtz, dem besten Trainer, den ich je kennenlernen durfte“.

Abteilungsleiter Stefan Cohrs bedauert Klindworths Abgang und hat bis zuletzt versucht, ihn irgendwie umzustimmen. „Wir sind Jörg zu großem Dank verpflichtet. Er hat über all die Jahre einen tollen Job gemacht. Das war echt Knochenarbeit. Aber natürlich können wir seine Entscheidung nachvollziehen. Vielleicht ergibt sich ja in Zukunft da mal wieder was“, sagt Cohrs.

MTV Eintracht bastelt an Nachfolgelösung

Klindworth will das nicht ausschließen. „Vielleicht bekomme ich ja schon im Winter Langeweile. Aber wenn ich nochmal eine Aufgabe übernehmen sollte, müsste ich das erstmal in unserem Familienunternehmen klären“, so Klindworth schmunzelnd. Dem Verein werde er mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eintracht bastelt derzeit an einer Nachfolgelösung. „Wir haben da auch schon einen Plan, aber da ist noch nichts spruchreif“, erklärt Cohrs.