Kreisliga

Topspiele im Nordkreis

In der Kreisliga-Aufstiegsrunde kommt es gleich zu zwei Topspielen im Nordkreis. In der Abstiegsrunde benötigen Garßen und Dicle dringend Punkte.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 28. Apr. 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 28. Apr. 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Beim Start in die Auf- und Abstiegsrunde setzten sich in der Fußball-Kreisliga allesamt die favorisierten Teams durch. Beim Spitzenspiel in Hermannsburg, wo der MTV Eintracht Celle II zu Gast ist, gibt es aber durchaus Überraschungspotenzial. Ein weiteres Topduell steigt unter den Sülzer Eichen, der TuS Eversen-Sülze empfängt den MTV Langlingen und will sich mit einem Sieg wieder in Schlagdistanz zur Spitze bringen. Sehr interessant ist auch das Duell TuS Celle FC gegen TuS Eschede, da beide Teams zuletzt geschwächelt haben. In der Abstiegsrunde sucht der SV Garßen den Weg aus der Krise im Heimspiel gegen TuS Oldau-Ovelgönne. Im Celler Stadtderby will Wietzenbruch drei Punkte aus Westercelle entführen.

Aufstiegsrunde

TuS Hermannsburg – MTV Eintracht Celle II (Sonntag, 15 Uhr)

„In Südwinsen hatten wir einen gebrauchten Tag“, analysierte Hermannsburgs Trainer Sievert Asmussen den knappen Sieg. Er fordert, dass seine Spieler flexibler auf den Gegner reagieren, „wenn die Mitte verdichtet wird, müssen wir über außen spielen“, so der Coach. Die Oberliga-Reserve wird allerdings auch anders agieren als Südwinsen, „die werden mitspielen und uns die nötigen Räume anbieten“, meint Asmussen. Mit Luca Höppner (Kreuzbandriss) und Luca Pleuß (Fingerbruch) fallen allerdings zwei wichtige Kicker aus.

FC Firat Bergen – SSV Südwinsen (Sonntag, 15 Uhr)

Nazmi Karak und Engin Cavildak sind die neuen (Spieler)-Trainer beim FC Firat. Vor zwei Wochen hatte der bisherige Coach Doran Yavsan seinen Rücktritt erklärt. Sehr erfreut ist der 34-jährige Karak über die Integration der beiden Winterzugänge Serhat und Ayhan Cango. „Serhat und Ayhan haben sich sehr gut angepasst, sind fit und damit echte Verstärkungen“, so der neue Coach. Die größten Probleme hat Karak im Sturm ausgemacht, „wir haben viele technische starke Spieler, sind aber im Abschluss zu schwach“, meint er. Südwinsen hat starke Standards, die es zu verteidigen gilt, außerdem sind die Gäste kampfstark.

TuS Eversen-Sülze – MTV Langlingen (Sonntag, 15 Uhr)

Eversens Trainer Sven Ewert begründete den Spielausfall gegen Eschede nochmal mit einer unglaublichen Verletzten- und Krankheitswelle. „Wir hatten keinen Corona-Ausfall – und trotzdem nur fünf gesunde Kicker“, berichtet er. Gegen Langlingen ist der Kader wieder etwas gefüllter, obwohl noch wichtige Spieler fehlen. „Wir werden elf gute Spieler auf den Rasen bekommen und ein gutes Spiel abliefern“, schaut Ewert voraus. Langlingen ist die Mannschaft der Stunde in der Kreisliga und in diesem Jahr wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen.

TuS Celle FC – TuS Eschede (Sonntag, 15 Uhr)

Bei den beiden Konkurrenten sind Parallelen im Saisonverlauf zu erkennen. Nach einem guten Start läuft es in diesem Jahr noch nicht rund in Celle und Eschede. „Eine schlechte, überflüssige Aktion hat bei uns oft das Spiel zu unseren Ungunsten entschieden“, erklärt TuS-Ikone Eike Mach. Entsprechend fordert er von seinen Kickern eine disziplinierte Leistung über die gesamten 90 Minuten. „Wir dürfen nicht wieder unnötige Freistöße provozieren“, fordert der Coach von seinen Jungs vor allem Disziplin.

Abstiegsrunde

SV Garßen – TuS Oldau-Ovelgönne (Samstag, 14 Uhr)

Garßens schwächere Auftritte zuletzt begründet Coach Fabian Hoffmann mit großen Verletzungssorgen. „Ich hätte gerne andere Spieler aufgestellt, aber wir waren mit dem letzten Aufgebot unterwegs“, erklärt er. Auch gegen Oldau ist die Personaldecke auch wieder dünn, mit Hannes Martinek kommt aber zumindest ein gefährlicher Stürmer zurück ins Team. Für die Hausherren ist es am Samstag schon ein Endspiel, „vielleicht lässt es Oldau wegen seiner guten Ausgangslage ein wenig schleifen“, hofft Hoffmann. Daheim ist Garßen in diesem Jahr ungeschlagen, diese Tatsache soll Selbstvertrauen bringen.

TS Wienhausen – VfL Wathlingen (Samstag, 16 Uhr)

Trainer Christian Hilse wird am Samstag aufgrund einer Familienfeier nicht dabei sein, ihn vertreten Christian Glanz und Steffen Petrick. Aus der zweiten Halbzeit vom Spiel in Lachendorf nimmt er viele positive Erkenntnisse mit. „Unser Umschaltspiel und die gute Zweikampfführung hat mir gut gefallen“, freut sich Hilse. Auch wenn es gegen Wathlingen leicht erscheint, ist die Turnerschaft gewarnt, denn gegen Westercelle hat der VfL zuletzt sogar zur Halbzeit geführt. „Es gibt keinen Grund überheblich zu sein“, hebt Hilse mahnend den Finger. Siegbringend soll die Achse um Abwehrchef Jan Becker, Regisseur Rune Lübbers und Sturmführer Simon Keitel sein.

VfL Westercelle II – SC Wietzenbruch (Sonntag, 15 Uhr)

Die Landesliga-Reserve hat den Anspruch, in der Abstiegsrunde eine gute Rolle zu spielen. Da sollen nach dem Erfolg gegen Wathlingen im Stadtderby die nächsten drei Punkte her. „Wir machen uns um den Abstieg keine Sorgen, wir wollen unser Spiel durchbringen und die Jungs weiterentwickeln“, lautet die Devise von Trainer Jonas Sieme. Er schätzt Wietzenbruch als starken Gegner ein, ist aber froh, auf einen Kontrahenten zu treffen, der auch mitspielen will. Sein Team wird durch Spieler aus der U19 und der ersten Herren verstärkt.

SV Dicle Celle – SG Lachendorf-Beedenbostel (Sonntag, 15 Uhr)

Dicle hat nach den vielen Querelen gut in die Abstiegsrunde gefunden. Die Niederlage in Oldau war durchaus unverdient, die Celler hatten dreimal einen Rückstand aufgeholt und dann durch einen unberechtigten Elfmeter verloren. Gegen Lachendorf soll es jetzt drei wichtige Zähler im Abstiegskampf geben. „Lachendorf und Wietzenbruch wollen wir schlagen und damit hinter uns lassen“, fordert SVD-Coach Edip Ekinci.

Von Jens Tjaden

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