Bezirkspokal Frauen

Fortunas Traum vom Finale ist zerplatzt

Der Heimvorteil hat nicht geholfen. Die Fußballfrauen des ESV Fortuna Celle sind kurz vor dem Pokalfinale gestoppt worden.

  • Von Uwe Meier
  • 12. Jun 2022 | 18:30 Uhr
  • 14. Jun 2022
  • Von Uwe Meier
  • 12. Jun 2022 | 18:30 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Celle.

Ein bisschen anders hatte sich Helmut Schmidt seine Premiere als verantwortlicher Coach der Fußballfrauen des ESV Fortuna Celle schon vorgestellt. Als „Ersatz“ für den im Urlaub weilenden Chefcoach Steffen Damaschke musste er mit ansehen, wie der ESV-Traum von der Finalteilnahme im Fußball-Bezirkspokal zerplatzte. „Der Plan war ein anderer“, sagte er. Nachdem der ESV in vorherigen Runde auswärts mit klaren Erfolgen ins Halbfinale eingezogen war, unterlag das Team gestern vor heimischem Publikum der Oberliga-Reserve vom SV Eintracht Lüneburg II mit 2:5 (1:2).

Einsatz der ESV-Truppe wird nicht belohnt

„Das ist schon ärgerlich“, meinte Schmidt, „aber ich kann den Spielerinnen keinen Vorwurf machen, sie haben gekämpft und alles versucht. Aber Lüneburg war letztlich einfach cleverer“, so der Trainer zu einer aus seiner Sicht zu hohen Niederlage. „Es wäre richtig schön gewesen, wenn wir im Finale dabei gewesen waren. Aber es hat eben nicht gereicht.“ Somit treffen die Lüneburgerinnen am kommenden Sonntag auf ATSC Scharmbeckstotel, der das zweite Halbfinale beim TuS Westerholz mit 3:0 gewann.

Eintracht Lüneburg kontert eiskalt

Mit cleverer meinte Schmidt in erster Linie die Chancenverwertung. Denn obwohl die Gastgeberinnen insbesondere in der ersten Halbzeit nicht nur optisch überlegen, sondern auch spielerisch gut agierten, fielen die Tore aus Sicht des ESV auf der falschen Seite. „Wir haben versucht, das Ding spielerisch zu lösen, haben dann aber nicht aufgepasst, sind klassisch ausgekontert worden und haben Gegentore kassiert“, so Trainer Schmidt.

Gute Torchancen bleiben ungenutzt

Dabei hatte sein Team selbst durchaus vielversprechende Tormöglichkeiten gehabt. „Doch die Abschlüsse waren dann zu ungenau. Die Schüsse gingen direkt auf die Torhüterin. Chancen hatten wir wirklich genug. Aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor“, so Schmidt.

Kurz vor der Pause keimt Hoffnung auf

Wie es besser geht, machten die Gäste vor. In der 21. Minute nahm das Unterheil aus Sicht der Fortunen seinen Lauf. Lüneburgs Sybell Rifatovic markierte das 1:0, dem Nadja Kühl in der 37. Minute den zweiten Lüneburger Treffer folgen ließ. Die Fortunen steckten jedoch nicht auf. Drei Minuten vor der Pause keimte nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Katharina Piepke Hoffnungen auf, dem Spiel eine Wende geben zu können.

Gästeteam zieht auf und davon

Mit diesem Erfolgserlebnis gingen die Cellerinnen in die Pause. Doch den richtigen Schwung gab es dadurch nicht. Vielmehr kam Lüneburg nach dem Seitenwechsel immer stärker auf und erzielte die Treffer zum 1:3 (55./Fatima El-Zein), 1:4 (73./Nadja Kühl und 1:5 (80./Eigentor Patricia Wiechmann). „Da kam dann eins zum anderen. Spätestens beim 1:4 war das Spiel entschieden“, meinte Helmut Schmidt. Das 2:5 durch Lisa Zimmermann (90.) kam viel zu spät, um der Partie noch eine Wende geben zu können. Und so endet die Premiere von Helmut Schmidt auf dem ESV-Trainerstuhl mit einer Niederlage. Der nahm es letztlich sportlich: „Es hat eben nicht sein sollen. Wir müssen es eben so hinnehmen und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.“