Bezirksliga Lüneburg

Griff nach dem letzten Strohhalm

Die SG Eldingen kann den Spieltag in der Fußball-Bezirksliga locker angehen. Das trifft auf SC Vorwerk und SV Altencelle nicht zu.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 12. Mai 2022 | 17:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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  • 12. Mai 2022 | 17:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

In der Abstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga benötigen die Celler Vertreter SV Altencelle und SC Vorwerk ein Fußballwunder der größeren Art, um den fast sicheren Abstieg in die Kreisliga noch abzuwenden. Dafür muss die ersatzgeschwächte Elf vom Föscherberg bereits heute Abend bei TuS Fleestedt dreifach punkten. Der SC Vorwerk kann nur mit einem Sieg beim MTV Egestorf nach dem letzten dünnen Strohhalm greifen. Dagegen kann die SG Eldingen im Auswärtsspiel beim TSV Buchholz erneut ganz befreit aufspielen.

TuS Fleestedt – SV Altencelle (Freitag, 20 Uhr)

Um rein rechnerisch noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu haben, zählt für den SV Altencelle nur ein Sieg. „Alles oder nichts“ lautet deshalb auch das Motto der Netemeyer-Elf vor dem Flutlichtspiel beim bereits abgestiegenen TuS Fleestedt.

Dieser machte am vergangenen Wochenende durch sein Nichtantreten beim SC Vorwerk negativ auf sich aufmerksam. Dass der Fleestedter Personalmangel auch am Freitag noch Bestand hat, glaubt SVA-Coach Netemeyer nicht. Er geht davon aus, dass Fleestedt seine erkrankten und verletzten Spieler alle wieder an Bord hat.

Ein Zustand, von dem der SVA selbst weit entfernt ist. Bedingt durch die nahezu endlose Verletztenliste werden die Altenceller nur mit einem Mini-Kader und ohne viele Leistungsträger nach Fleestedt reisen. „Nach aktueller Lage stehen gerade mal elf Spieler zur Verfügung und da ist mein Betreuer schon mit eingerechnet. Darüber, wen ich in die Startformation stelle, muss ich mir also nicht den Kopf zerbrechen“, sagt Netemeyer, der alle Hebel in Bewegung setzen will, um noch Akteure der 2. oder 3. Herren für einen Einsatz loszueisen. „Wir werden am Freitag alles raushauen. Zu verlieren haben wir nichts mehr. Die Einstellung meiner Spieler wird stimmen“, so der 57-jährige.

MTV Egestorf – SC Vorwerk (Sonntag, 15 Uhr)

Durch die Punkte am „grünen Tisch“ haben sich die Celler ihre minimale Restchance auf den Klassenerhalt bewahrt. „Die Ausgangslage ist durch die 5:0-Wertung des Fleestedt-Spiels unverändert. Und so lange wir rechnerisch noch nicht abgestiegen sind, dürfen wir uns nicht hängen lassen“, sagt SCV-Trainer Marcus Hoffmann, der von einem Dienstags-Training mit guter Beteiligung sprach.

Doch sein auswärtsschwaches Team befindet sich bei Tabellenführer MTV Egestorf in krasser Außenseiterrolle. Hoffnungen, dass es die körperlich robusten Egestorfer eventuell etwas ruhiger angehen könnten, macht sich der SCV-Coach eher nicht. „Wir müssen davon ausgehen, dass der MTV seine Spitzenposition verteidigen will. Da zu gewinnen ist natürlich brutal schwer. Doch wenn uns das nicht gelingt, ist unser Abstieg besiegelt. Wir stehen mit dem Rücken nicht zur Wand, sondern bereits in der Wand“, unterstreicht Hoffmann die dramatische Lage.

Nach ihren Sperren wieder mit dabei sind Jerrik Kähler und Nicolaj Grad. Fehlen werden hingegen aus privaten Gründen Deniz und Yalcin Agackiran sowie Fadil Yavsan. Dicke Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Leon und Robin Ohlde sowie Kees Bouma. „Wir müssen alles geben. Wenn es uns gelingt, den Gegner zu überraschen, sind wir nicht ganz chancenlos“, glaubt Hoffmann.

Buchholzer FC – SG Eldingen (Sonntag, 15 Uhr)

Beim Buchholzer FC setzt die längst gerettete SG Eldingen ihr „Bezirksliga-Schaulaufen“ fort. „Wir sind entspannt und können natürlich in Buchholz befreit aufspielen. Doch wir wollen uns für die 1:3-Hinspielniederlage revanchieren. Und dafür müssen wir uns schon reinknien. Wir wollen da keinen Sommerfußball abliefern“, betont SGE-Trainer Volker Darkow.

Im Gegensatz zum vergangenen Wochenende, wo eine etwas zusammengewürfelte Notelf auf dem Platz stand, sieht es diesmal personell deutlich besser aus. „Zum Glück können wir bis auf ein, zwei Ausfälle wieder aus dem Vollen schöpfen“, lässt Darkow wissen. Auch der „urlaubende“ Christopher Lemp, mit 18 Toren bester Eldinger Stürmer, steht in Buchholz wieder zur Verfügung.

Von Jochen Strehlau

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