Bezirksliga

Altencelle und Vorwerk mit dem Rücken zur Wand

15 Punkte liegen für SV Altencelle und SC Vorwerk noch im Topf. Davon müssen sie wohl eine zweistellige Anzahl holen, um die Klasse zu halten.

  • Von Oliver Schreiber
  • 28. Apr. 2022 | 17:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 28. Apr. 2022 | 17:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Die Lage ist prekär, die Stimmung trotzdem gut. Sowohl Claus Netemeyer, Trainer des SV Altencelle, als auch Marcus Hoffmann, Coach des SC Vorwerk, haben in ihren Mannschaften den unbedingten Willen ausgemacht, den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga doch noch zu schaffen. „Die Trainingsbeteiligung war gut, die Jungs wissen, worum es geht“, erklären beide unisono.

Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen wohl von den 15 Punkten, die bis Saisonende noch im Topf sind, eine zweistellige Anzahl holen, um ans rettende Ufer zu schwimmen. Am Wochenende geht es auswärts gegen direkte Konkurrenten, gegen die sie danach noch einmal – dann vor eigenem Publikum – antreten müssen. Der SVA reist zu Eintracht Elbmarsch nach Drage, der SCV gastiert beim TSV Winsen (Luhe). Die bereits gerettete SG Eldingen ist spielfrei.

Eintracht Elbmarsch – SV Altencelle (Sonntag, 15 Uhr)

Die Altenceller hoffen endlich mal wieder auf ein Erfolgserlebnis. Der letzte Sieg datiert vom 7. November (2:0 gegen Ciwan Walsrode), danach folgten acht Niederlagen und zwei Remis in zehn Spielen. In der Abstiegsrunde stehen die Gelb-Roten noch gänzlich ohne Punkt da, sondern haben lediglich die in der Qualifikationsrunde errungenen Zähler auf dem Konto. Zuletzt gab es ein unglückliches 3:4 gegen MTV Egestorf. „Das einzige, was da nicht gestimmt hat, ist das Ergebnis. Die Jungs haben eine total engagierte Leistung gezeigt. Und dafür wird man irgendwann auch mal belohnt. Am besten natürlich schon gegen Elbmarsch“, erklärt Trainer Claus Netemeyer.

Die Moral ist intakt, die Truppe stemmt sich gegen Widerstände – wie zuletzt fünf coronabedingte Ausfälle. Immerhin kehren Sascha Tihonov und Frieder Hütten wieder zurück ins Team, Jonas Kinzel hat seine Gelbsperre abgebrummt. Dafür fehlt Torjäger Matthias Behrens. „Die personelle Situation ist so, wie sie ist. Da hilft kein Lamentieren. Beim Abschlusstraining werden 18, 19 Spieler auf dem Platz stehen. Wir werden alles versuchen, um gegen Elbmarsch die drei Punkte zu holen. Dann wären wir wieder auf Schlagdistanz zur Nichtabstiegsregion. Aufgeben ist für uns keine Option“, betont Netemeyer. Der Abstand auf Platz fünf beträgt derzeit vier Punkte, Altencelle hat allerdings eine Partie weniger absolviert als die dort rangierende Germania Walsrode.

TSV Winsen (Luhe) – SC Vorwerk (Sonntag, 15 Uhr)

Die Wiederauferstehung der Weinroten kommt spät – hoffentlich nicht zu spät. Aus den vergangenen drei Spielen holte der SCV sieben Punkte. Eigentlich hätten es sogar neun sein müssen, aber zuletzt beim 2:2 gegen Eintracht Elbmarsch kassierte das Team in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. Statt nur noch vier Punkten Rückstand auf den rettenden fünften Platz (bei einem Spiel weniger als der Fünfte Germania Walsrode) sind es sechs. „Dieses Gegentor tut noch immer weh, weil es einmal mehr völlig unnötig war. Aber wir müssen das Positive aus den letzten Wochen ziehen. Wir haben gezeigt, dass man uns noch nicht abschreiben sollte“, unterstreicht Coach Marcus Hoffmann.

Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hat Hoffmann imponiert. „Es herrscht wieder ein anderer Spirit im Team, die Einstellung stimmt. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Aber nur so können wir es schaffen, dass Unmögliche doch noch möglich zu machen“, meint Hoffmann.

Beim Blick auf die Tabelle seien drei Punkte in Winsen „eigentlich schon Pflicht. Wir spielen noch zweimal gegen sie und haben die Möglichkeit, aus eigener Kraft an ihnen vorbeizuziehen. Denn hätten wir auch den Anschluss an Platz fünf hergestellt“, sagt Hoffmann, den allerdings personelle Sorgen plagen. Torjäger Fadil Yavsan fehlt aus familiären Gründen, Jerrik Kähler ist rotgesperrt. Mittlere bis große Fragezeichen stehen noch hinter den Einätzen der angeschlagenen Louis Bartz, Marcel Korte und Leon Ohlde. Nikolaj Grad versucht noch, seinen Sonntagsdienst wegzutauschen.