Celle Stadt

Fit für überregionale Wettbewerbe

Die Sanierungsarbeiten am Otto-Schade-Stadion gehen in die letzte Runde. Reparaturen an allen Ecken und Enden, die Anpassung an geänderte Nutzeranforderungen und Wettkampfbedingungen sollen die Leichtathletik-Anlage bis Ende August wieder attraktiv für überregionale Veranstaltungen machen. Mit der Ausrichtung der Leichtathletik-Landesmeisterschaften im September ist bereits ein erster Erfolg des rund 470000 Euro teuren Projekts zu erkennen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Aug. 2009 | 10:43 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Aug. 2009 | 10:43 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle Stadt.

„Die Zeit hat auch die Otto-Schade-Anlage nicht verschont“, sagt Rolf-Peter Nieber. Der Geschäftsführer des MTV Eintracht Celle (MTVE) resümiert den Verfall des Leichtathletik-Stadions am Saarfeld kurz und prägnant: „In den letzten fünf Jahren hat die Anlage immer mehr gelitten. Es wurde Zeit, dass sich dort etwas tut.“

Nachdem sich der MTVE fünf Jahre lang für die Renovierung der in den 70er Jahren erbauten Anlage eingesetzt hatte, begann die Stadt im Mai diesen Jahres mit den Sanierungsarbeiten. „Die Wettkampfbahn Typ A mit acht Laufbahnen, zwei Kurzstreckenlaufbahnen, sowie Speerwurf-, Hochsprung-, Diskuswurf- und Stabhochsprunganlagen wies zahlreiche Schäden auf“, erklärt Martin Engelhardt vom Bereich Planung, Bau Grün-, Sport-, Spielanlagen der Stadt. Ein stellenweises Flicken sei längst nicht mehr wirtschaftlich, eine Sanierung hingegen notwendig gewesen.

Rund 470000 Euro hat die Stadt in die Sanierungsarbeiten investiert. Bis Ende August soll das Projekt abgeschlossen sein – vorausgesetzt, das Wetter stimmt. „Sämtliche Kunststoffarbeiten können nur bei trockener Witterung durchgeführt werden“, erklärt Engelhardt. Regen hatte in der Vergangenheit auch dazu geführt, dass sich die Laufbahn in eine gefährliche Rutschbahn verwandelt hatte. Eine neue Entwässerungsanlage soll dies künftig verhindern. „Außerdem wurden Strom- und Datenleitungen verlegt, um eine zeitgemäße Wettkampfwertung durchführen zu können“, so Engelhardt. Zurzeit wird die Kunststoffoberfäche der Tartanbahn erneuert. Nach dem Abschleifen der obersten drei Millimeter des Belags und der Reinigung werden Absackungen und Unterspülungen im Untergrund repariert, bevor die Oberflächenbeschichtung erneuert wird.

„Die Anlage ist wunderschön gelegen“, meint Nieber. „Das wissen auch die Wettkampf-Veranstalter.“ Während hierin schon immer ein Vorteil der Celler Anlage lag, kostete der Verfall von Tartanbahn und Sportgeräten die Residenzstadt in den vergangenen Jahren oft die Austragung überregionaler Wettkämpfe. Das soll sich jetzt ändern. „Bis 2020 werden wir bestimmt keine Probleme mehr haben“, ist sich Nieber sicher. „Jetzt können wir richtig Gas geben.“ Der erste größere Termin steht bereits fest. Im September werden die Leichtathletik-Landesmeisterschaften am Saarfeld ausgetragen. Nieber weiß: „Ohne die Sanierung hätten wir den Zuschlag nicht bekommen.“

Otto-Schade-Stadion

Seit dem Bau in den 70er Jahren ist die Otto-Schade-Anlage am Saarfeld nicht mehr erneuert worden. Damals wurde die rein städtische Anlage als Radrennbahn genutzt. Sie teilt sich in zwei Bereiche: Das Leichtathletik-Stadion und die ältere Sportplatzanlage. 23 Jahre alt ist das Stadion heute – und noch immer eine der wenigen Leichtathletik-Anlagen mit acht Rundbahnen in Niedersachsen, was sie für sportliche Aktivitäten sowohl im Landkreis Celle als auch auf Landes- und Bundesebene interessant macht. Deutsche Mehrkampfmeisterschaften, Norddeutsche Meisterschaften, Deutsche Meisterschaften der Senioren und der Jugend, aber auch große Fußballspiele wie beispielsweise gegen den HSV, fanden dort statt.

Von Birte March

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