Kreisliga Celle

TuS Eversen-Sülze siegt in der Nachspielzeit

Während Spitzenreiter TuS Hermannsburg einen klaren Sieg feierte, sind In der Fußball-Kreisliga in der Abstiegsrunde erste Vorentscheidungen gefallen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 01. Mai 2022 | 20:16 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 01. Mai 2022 | 20:16 Uhr
  • 12. Juni 2022
Anzeige
Celle.

In einem gutklassigen und hochdramatischen Duell in der Fußball-Kreisliga, mit zwei Ergebniswendungen, hat sich TuS Eversen-Sülze mit 3:2 (1:0) gegen den MTV Langlingen durchgesetzt.

Dem Gärtner des Sportgeländes unter den Sülzer Eichen gebührte ein Sonderlob. Das Geläuf war hervorragend hergerichtet und bot optimale Bedingungen für ein gutes Spiel. Beide Teams traten ersatzgeschwächt an, was Eversen allerdings deutlich besser kompensierte.

Gepflegte Spielanlage der Gastgeber

Die Gastgeber waren von Beginn an spielbestimmend und hatten auch die gepflegtere Spielanlage. Mit Kurspassspiel wurde das Mittelfeld überbrückt, um dann die Spitzen David Patzelt und Constantin Lück zu bedienen. Langlingen hingegen wollte nach Ballgewinn schnell umschalten, die dann folgenden langen Bälle fanden aber selten den richtigen Abnehmer. Der schnelle Thorge Smid hing auf der linken Angriffsseite in der Luft und wurde kaum in Szene gesetzt.

Torwartpatzer ermöglicht Führung für Eversen

Die Führung für die Hausherren war somit verdient, obwohl es in der Entstehung glücklich war. Einen harmlosen Schuss von der Strafraumgrenze hielt MTV-Keeper Sean Wende nicht fest und Patzelt staubte zum 1:0 (30.) ab. Smid hätte für seine Farben kurz vor dem Wechsel ausgleichen können, seinen Alleingang schloss er zu überhastet ab.

Nach Umstellungen werden Langlinger stärker

Nach dem Pausentee nahm die Partie eine deutliche Wende, als Langlingens Co-Trainer Nico Strehl (Coach Andr Ruschitzka fehlte wegen der Konfirmation seiner Tochter) taktisch umgestellt hatte. „Wir mussten auf die guten Außenbahnspieler von Eversen reagieren, damit lief es für uns deutlich besser“, so Strehl.

Plötzlich bestimmten die Gäste das Spielgeschehen und erarbeiteten sich mehrfach gute Möglichkeiten. Eine Kopfbogenlampe von Malte Banser landete kurze Zeit später im Gehäuse des verdutzten Keepers Joshua Lepke zum 1:1 (49.). Bei der Gästeführung wollte Claas Behrens zum Torwart zurückköpfen, Steffen Arnoldt lief dazwischen und köpfte über Lepke hinweg zum 1:2 (80.) ein.

Spannende Schlussphase endet mit Volleyschuss

In den Schlussminuten führten zwei Einwürfe von den Außenseiten zur erneute Wende, diesmal zugunsten der Gastgeber. Erst flog ein weiter Einwurf von Patzelt über die gesamte Abwehr hinweg, wonach Fabian Hering keine Mühe hatte, zum 2:2 (83.) zu vollstrecken. Vor dem Siegtreffer flipperte das Spielgerät zwischen Eversens Stürmern und Langlinger Verteidigern hin und her, Felix Unterfrauner behielt als einziger die Übersicht und erzielte per Volleyschuss das entscheidende 3:2 (90.+4). „Meine Spieler haben bis zum Schluss an den Sieg geglaubt und sich dafür belohnt“, freute sich Eversens Coach Sven Ewert. Strehl haderte mit einem nicht gegebenen Elfmeter beim Stand von 2:2, „wenn der gepfiffen wird, gehen wir als Sieger vom Feld“, meinte er.

TuS Hermannsburg spielt MTVE II an die Wand

In der Abstiegsrunde der Fußball-Kreisliga sind erste Vorentscheidungen über den Klassenerhalt gefallen. TuS Oldau-Ovelgönne, VfL Westercelle II, TS Wienhausen und SG Lachendorf-Beedenbostel haben sich nach ihren Erfolgen ein beruhigendes Punktepolster erspielt. Für SV Garßen wird es nach der erneuten Pleite immer schwieriger, die Zuversicht zu behalten.

In der Aufstiegsrunde lief für Ligaprimus TuS Hermannsburg alles nach Plan: Ein eigener klarer Sieg über MTV Eintracht Celle II und dazu noch die Niederlage des ärgsten Verfolgers MTV Langlingen beim TuS Eversen-Sülze passten TuS gut ins Konzept.

Aufstiegsrunde

FC Firat Bergen – SSV Südwinsen 1:1 (0:1)

Von einem verdienten Remis der Tabellennachbarn berichtete der neue FC-Spielertrainer Nazmi Karak. „In der ersten Halbzeit war Südwinsen besser, im zweiten Durchgang waren wir es“, so Karak. Er bemängelte bei seiner Mannschaft, dass die Tormöglichkeiten nicht klar genug herausgespielt wurden. „Wir hätten das Glück mehr erzwingen müssen“, sagte er.

TuS Hermannsburg – MTV Eintracht Celle II 6:1 (2:0)

Ein deutlicheres Statement im Celler Fußballkreis kann ein Team kaum abgeben. Die Oberliga-Reserve vom MTV Eintracht Celle wurde vom TuS Hermannsburg förmlich an die Wand gespielt.

„Wir haben alles richtig gemacht und das Spiel über die gesamte Zeit kontrolliert“, sagte TuS-Trainer Sievert Asmussen. Durch das Mittelfeldpressing bekamen die Eintrachtler keine Räume zum Kombinieren, dazu nutzten die Hausherren ihre Torchancen konsequent. „Viel besser kann man nicht spielen“, analysierte Asmussen den klaren Erfolg.

Mit jetzt vier Punkten Vorsprung vor den Verfolgern wird es schwer für die Konkurrenz, Hermannsburg noch einzuholen.

TuS Celle FC – TuS Eschede 2:6 (1:4)

Schon zur Halbzeit war das Duell zugunsten der Gäste aus Eschede entschieden. „Wir waren die ersten 35 Minuten nicht auf dem Platz“, motzte TuS-Trainer Eike Mach. Nach der deutlichen Pleite wollte er aber nicht zu sehr auf seine Kicker einschlagen. Mit den beiden Treffern von Gibril Badije zum 2:4 (37. und 49.) hätten die Celler durchaus Moral gezeigt.

Machs Hoffnung auf eine Punkteteilung wurde allerdings schnell zerstört. Die hohe Anzahl an individuellen Fehlern brachte Eschede auf die Siegerstraße. „Das war ein mehr als gebrauchter Tag“, meinte Mach.

Abstiegsrunde

SV Garßen – TuS Oldau-Ovelgönne 2:3 (0:1)

Von einer unverdienten Niederlage sprach Garßens Coach Fabian Hoffman, „ein Remis wäre absolut verdient gewesen“, meinte er. Individuelle Fehler und wieder ein verschossener SVG-Elfmeter führten dazu, dass Oldau drei Punkte vom Hamburger Weg entführen durfte.

Die Gästeführung durch Kai Washausen (13.) glich Tim Fleischmann durch einen fulminanten 20-Meter-Schuss aus (56.). Auch die nächsten beiden Treffer erzielte Garßen selbst. Marc Kortes geplante Rückgabe landete im eigenen Tor (62.), ehe Fabian Stradtmann wieder ausglich (64.). Auch auf die erneute Gästeführung von James Henson (76.) hätte Garßen postwendend antworten können. Doch Benedikt Weidner versagten vom Elfmeterpunkt aber die Nerven (82.). „Ich werde weiter gute Laune verbreiten, auch wenn es nach dieser Niederlage schwierig ist“, so Hoffmann.

TS Wienhausen – VfL Wathlingen 5:0 (1:0)

Bis zum ersten Tor dauerte es zwar eine gewisse Zeit, danach holten die Wienhäuser aber den erwartet klaren Sieg. Fais Qalendari brach in der 35. Spielminute mit der Führung den Bann, in einem einseitig geführten Duell. „Unsere Jungs haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt und den Ball laufen lassen“, freute sich Trainer Christian Hilse.

Besonders auffällig waren Domenik Holstein, der viele Ballgewinne im Mittelfeld hatte und dann die Angriffe einleitete, als auch Rune Lübbers, der Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel war. Lübbers krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 5:0 (84.).

VfL Westercelle II – SC Wietzenbruch 3:1 (1:0)

In der ersten halben Stunde zeigte die Westerceller Landesliga-Reserve sehr guten Fußball, der mit der 1:0-Führung (15.) durch Nikola Miladinovic noch zu wenig belohnt wurde. „Wir hatten alles im Griff, eine deutlichere Führung war aber möglich“, analysierte Coach Jonas Sieme die Anfangsphase. Für eine größere Torausbeute hätten seine Schützlinge die guten Möglichkeiten besser ausspielen müssen.

So musste er sich lange gedulden, bis die Partie den erwünschten Verlauf nahm. Jesse Ralva (62.) und Arnas Saulys (67.) stellten mit ihren Treffern zum 2:0 und 3:0 die Zeichen auf Sieg. Nach dem Freistoßtreffer durch Kais Manais zum 1:3 (79.) kam kurz Unruhe bei den Hausherren auf, das änderte aber nichts an einem verdienten VfL-Erfolg.

SV Dicle Celle – SG Lachendorf-Beedenbostel 1:4 (0:0)

Nach den Spielersperren durch das Kreisportgericht musste SVD-Coach Edip Ekinci stark improvisieren, um überhaupt eine Mannschaft aufs Feld zu bekommen. „Beim Anstoß waren nur zehn Spieler auf dem Feld, danach sind noch Spieler aus der zweiten Mannschaft dazugekommen“, berichtet Ekinci.

Trotz dieser negativen Begleiterscheinungen hielten sich die Celler lange schadlos, ehe ein Sonntagschuss von Nils Reimann (50.) die klare Niederlage einleitete. Auch der zwischenzeitliche 1:2-Anschlusstreffer (74.) durch Dominik Teleha ließ nur kurz Hoffnung aufkeimen. Am verdienten Lachendorfer Sieg endete das nichts mehr.

Von Jens Tjaden

Von