Westercelle

Entscheidung kurz vor Schluss VfL Westercelle siegt mit 4:3

In der Fußball-Kreisliga musste der VfL Westercelle im Heiimspiel gegen TuS Hermannsburg lange zittern. Bis zur 87. Minute stand es noch 3:3. Doch dann schlug Sebastian Berschmann zu und schaffte noch den 4:3-Heimsieg.

  • Von Christoph Zimmer
  • 09. Aug. 2009 | 21:17 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Christoph Zimmer
  • 09. Aug. 2009 | 21:17 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Westercelle.

Es waren nur noch drei Minuten zu spielen, als sich Westercelles Angreifer Sebastian Berschmann ein Herz fasste, den Ball hatte er am Fuß, die Hermannsburger Hintermannschaft vor sich. Ebenso wie das Tor. Fest entschlossen tankte er sich an seinen Gegenspielern vorbei, ließ dem Torwart der Gäste keine Chance. Es war ein Tor voller Entschlossenheit, es war das 4:3, das das offensivaufregende Kreisliga-Spitzenspiel zwischen dem Bezirksliga-Absteiger VfL Westercelle und dem TuS Hermannsburg entschied. Drei Minuten vor Schluss.

Doch soweit hätte es nicht kommen müssen. Die Gastgeber begannen forsch, erspielten sich früh ein Übergewicht – und eine vermeintlich komfortable Führung. Erst traf Henning Schubotz (12.), sieben Minuten später legte Sebastian Berschmann, mit seinem ersten Treffer an diesem heißen Sonntagnachmittag nach. Immer wenn Westercelle schnell spielte, raumgreifend spielte, über die Flügel, durch die Mitte, mit wenigen Kontakten, waren sie gefährlich.

Aber gefährlich waren sie nur bis zu den beiden Treffern. „Danach haben wir das Fußballspielen eingestellt. Eine Erklärung dafür habe ich nicht“, sagt Heindorff. „Bei diesen Temperaturen müssen wir so ein Ergebnis über die Runden bringen. Das ist eine Frage der Erfahrung.“

Stattdessen brachten sie die Gäste zurück ins Spiel. Mehr sogar. Nach Toren von Christian Uth (26., 41.) und Stephane Katzke (44.), alles wunderbare Distanztreffer, lagen die Gastgeber zur Pause sogar in Führung. „Die Mannschaft hat Charakter bewiesen und gezeigt, dass sie zurückkommen kann“, lobte Hermannsburgs Übungsleiter Falk Elbers. Doch auch den Gästen gelang es nicht, was zuvor Westercelle nicht geschafft hatte - nämlich die Führung zu halten. Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte Maximilian Heine für den Ausgleich. „Da hat uns einfach die Erfahrung gefehlt, so ein Ergebnis auch einmal zu verwalten“, weiß Elbers. „Aber daraus wird die junge Mannschaft lernen“, hofft er.

Danach passierte lange nichts. Christian Uth und Jens-Oliver Merz vergaben die besten Hermannsburger Gelegenheiten in einer Phase, in der Westercelle nicht zu sich selbst und nicht zu seinem Spiel gefunden hatte. Das änderte sich erst in der Schlussphase, genauer gesagt drei Minuten vor Schluss, als sich Sebastian Berschmann ein Herz fasste - und spielentscheidend traf.

Zufrieden war Heindorff schließlich auch nur mit dem Ergebnis. Mit allem anderen nicht. „Ich habe gedacht, wir wären schon einen Schritt weiter“, sagte er spürbar angefressen. „Wir sind zu naiv in die Zweikämpfe gegangen. Das müssen wir so schnell wie möglich abstellen.“ Denn immer wird er sich in den nächsten Wochen nicht auf Sebastian Berschmann verlassen können.

VfL Westercelle: Eley – Holst, Rieske (75. Schwanke), Klose, Feindt, Cappelluzzo, Heine (85. Fricke), Schubotz, Berschmann, Burböck (45. Weger), Tittl, Neumann.

TuS Hermannsburg: Schauenburg – Weise, Ronneburger, Katzke, Block, Burmeister, Furhop (75. Rissmann, Uth, Schuba (65. Peters), Merz, Dittmann.

Tore: 1:0 Schubotz (12.), 2:0 Berschmann (19.), 2:1 Uth (26.), 2:2 Uth (41.), 2:3 Katzke (44.), 3:3 Heine (49.), 4:3 Berschmann (87.).