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Fußball regional Die Fußball-Kreisliga: Saison Rückblick
Sport Fußball regional Die Fußball-Kreisliga: Saison Rückblick
13:20 13.06.2010
Celle Stadt

Insgesamt trennen nicht viele Punkte die Mannschaften vom Tabellenmittelfeld bis tief in den Keller, so ausgeglichen ging es lange nicht mehr zu. Nun ziehen alle Klubs noch einmal Bilanz.

1. Platz: TuS Bröckel, 79 Punkte

Selten hat eine Mannschaft die Kreisliga so dominiert wie TuS Bröckel in dieser Saison. Nur fünf Zähler entfernt von der optimalen Punktausbeute, alle vierzehn Heimspiele gewonnen, eine Serie von 22 Siegen in Folge und der Gewinn des Kreispokals sprechen für eine herausragende Leistung. „Das war natürlich eine riesige Saison“, blickt auch Trainer Bernd Schäfer gern zurück. „Vor allem, weil es vor der Saison doch viele Fragezeichen gab.“ Das es so gut klappen werde, sei nicht abzusehen gewesen, so Schäfer weiter. „Uns hat stark gemacht, dass wir alle Ausfälle sofort kompensieren konnten und dass auch viele junge Spieler inegriert wurden und die Leistung mit getragen haben“, erklärt der Coach den Erfolg. Nun wartet wieder einmal die Bezirksliga auf die Bröckeler. „Die Spieler haben sich den Erfolg verdient und wir freuen uns jetzt auf die neuen Aufgaben“, schaut Schäfer nach vorn.

Einzig die schwere Verletzung von Timo Klingenspor trübt den Bröckeler Erfolg. Noch ist unklar ob und wann der Torjäger seinem Team wieder zur Verfügung stehen wird.

2. Platz: VfL Wathlingen, 58 Punkte

Nur knapp scheiterte der VfL Wathlingen in der Bezirksliga-Relegation am SV Dicle Celle. Nach Elfmeterschießen. „Da ist natürlich schon Wehmut dabei“, erklärt VfL-Trainer Andreas Leihbacher. „Aber mit der ganzen Saison und den gezeigten Leistungen kann man nicht unzufrieden sein.“ Dennoch ist das Saisonziel Aufstieg damit verfehlt. „Wir müssen anerkennen, dass Bröckel ein überragendes Jahr hatte. Für uns war nicht mehr drin.“ Wathlingen sicherte sich während den Punktspielen letztlich souverän den zweiten Platz, auch nachdem in der Winterpause wichtige Akteure wie Frank Weber oder Melvin Adekunle den Verein verlassen haben. „Das war letztlich der Knackpunkt“, schätzt Leihbacher ein. „Aber letztlich haben wir in dieser Saison unser Soll erfüllt, nur hat es leider nicht ganz gereicht“, fasst er zusammen.

3. Platz: SV Altencelle, 54 Punkte

Der SV Altencelle ist das Überraschungsteam der Saison. Niemand hätte vor der Saison gedacht, dass der SVA mit dem dritten Platz und einem Ticket für das Kreispokal-Finale abschließen würde. „Wenn man bedenkt, dass die Mannschaft neu formiert wurde, auch mit neuem Trainer, lief die Saison sicherlich überragend“, zeigt sich Trainer Stephan Bergmann sehr zufrieden. „Für uns ist das ein sehr positiver Erfolg, den wir jetzt auch in den kommenden Jahren bestätigen und uns weiter verbessern wollen“, kündigt er an. Lange hatte der SVA dem VfL Wathlingen im Nacken gesessen und somit für viel Spannung im Kampf um den zweiten Tabellenplatz gesorgt.

4. Platz: FC Firat Bergen, 43 Punkte

Nach einem tollen Saisonstart mit sieben Siegen in Folge schien der FC Firat Bergen schon früh zum Favoritenkreis um den Aufstieg zu zählen. Doch Verletzungspech und Sperren warfen die Mannschaft aus dem Nordkreis zurück, sodass sie im Winter eine längere Durststrecke erleiden musste. Dann aber fing sich Firat wieder, auch weil Torjäger Fadil Yavsan zur alten Treffsicherheit zurück fand und mit seinen insgesamt 35 Toren nicht jur maßgeblich zum Erreichen des vierten Tabellenplatzes beitrug, sondern noch auch die Torjäger-Kanone sicherte. „Insgesamt spiegelt das Endresultat auch unsere Leistungen wider“, erklärt Sacik. „Das wir ganz oben mitspielen war nicht zu erwarten, von daher sind wir sehr zufrieden.“

5. Platz: SV Garßen, 39 Punkte

Eine erfolgreiche Saison war es auch für den SV Garßen. Im zweitem Kreisliga-Jahr, erfahrungsgemäß das schwerere, bestätigte der SVG seinen fünften Rang aus dem Vorjahr, vor allem Dank einer starken Rückrunde. „Wir haben das Optimum herausgeholt“, lobt Trainer Holger Leiendecker, der den Verein in Richtung SC Vorwerk verlassen wird. „Wir haben das schwierige zweite Jahr insgesamt sehr gut gemeistert, sodass wir hier sehr zufrieden sein können.“ Aich Leiendeckers eigene Bilanz in Garßen fällt positiv aus: Aufstieg 2007, Fünfter 2008 und 2009, das lässt sich sehen. „Ich freue mich natürlich, dass wir noch mal so ein gutes Ergebnis erzielen konnten“, so der Trainer. Ab der kommenden Saison wird Claus Talke die Mannschaft übernehmen.

6. Platz: SG Eldingen, 38 Punkte

Nach einer eher mittelmäßigen Saison landete die SG Eldingen am Ende auf dem sechsten Tabellenplatz. Damit erreichten die Eldinger das vor der Saison formulierte Ziel, trotzdem es auch viele durchwachsene Leistungen gab. „Das Konstanteste bei uns war die Unkonstanz“, so SG-Trainer Jörg Lahme mit einem Augenzwinkern. Insgesamt sei er aber mit dem Endergebnis zufrieden. „Klar haben wir auch einige sehr schwache Spiele gemacht“, gesteht er ein. „Aber gerade in der Rückrunde war das schon in Ordnung, sodass wir am Ende mit der Saison gut leben können.“

7. Platz: TuS Eversen/Sülze, 36 Punkte

Nachdem TuS Eversen/Sülze zur Winterpause aussichtsreich auf dem fünften Tabellenplatz lag, durchaus mit Kontakt nach oben, kam der Einbruch. In der Rückrunde musste die Mannschaft von Trainer Guido Koch eine Durststrecke von elf Spielen ohne Sieg erdulden, um am Ende mit zwei Erfolgen mit dem siebten Platz doch noch ein versöhnliches Ende zu erreichen. „Aber insgesamt sind wir natürlich deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, so Koch, dessen Team, im letzten Jahr Vierter, diesen Tabellenplatz bestätigen wollte. „In der Rückrunde lief es bei uns eben nicht, wir haben zu viele unnötige Niederlagen zugelassen“, erklärt Koch die zwischenzeitliche Misere. Am Spielerischen habe es dabei aber selten gelegen, die Chancenverwertung sei das Problem gewesen. „Da mussten wir durch, legen das ad acta und werden jetzt in der neuen Saison wieder neu angreifen“, kündigt koch an.

8. Platz: SC Wietzenbruch, 35 Punkte

Nach einer starken Hinrunde, in der Aufsteiger SC Wietzenbruch unter den ersten Fünfen der Liga mitmischte, kam in der Rückrunde ein kleiner Einbruch. Sperren und Verletzungssorgen machten ein Erreichen des oberen Tabellendrittels für die Mannschaft von Trainer Terry Wright kaum noch möglich. „Mit der Hinrunde waren wir durchaus zufrieden“, so Wright. „In der Rückrunde haben uns dann einfach zu viele Leute gefehlt, sodass wir unser Potential nicht mehr voll ausschöpfen konnten.“ Ansonsten sei noch eine deutlich bessere Platzierung möglich gewesen, erklärt der schottische Trainer, der die Engagement als Coach beim SCW beenden wird. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

9. Platz: TuS Eicklingen, 33 Punkte

Mit dem neunten Tabellenplatz hat TuS Eicklingen noch einen versöhnlichen Abschluss der durchwachsenen Saison geschafft. Lange hat das Team von Trainer Detlef Petermann gegen den Abstieg gekämpft, oft scheiterte die neuformierte, junge Mannschaft an der mangelnden Erfahrung und Cleverness. „Wir haben immer mal wieder Punkte unnötig liegen lassen“, erklärt Petermann. „Deswegen mussten wir bis zum Ende zittern.“ In den letzten fünf Partie der Spielzeit zeigten die Eicklinger dann mit guten Leistungen, dass sie in die Kreisliga gehören. Mit jungen Spielern aus der zweiten Mannschaft kam der Umschwung, sodass die Klasse aus eigener Kraft gehalten wurde. „Trainer und Mannschaft haben in der Endphase viel gelernt“, so Petermann, „das wollen wir jetzt mit in die nächste Saison nehmen.“

10. Platz: SV Großmoor, 32 Punkte

Erst mit dem 1:0-Erfolg gegen TuS Höfer am letzten Spieltag sicherte sich der SV Großmoor den Klassenerhalt. Bis zum Ende musste also der scheidende Trainer Heiko Vollmer, bevor in seinem letzten Spiel an der Großmoorer Seitenlinie der Ligaverbleib perfekt gemacht wurde. „Es war natürlich eine Saison, die wir uns eigentlich anders vorgestellt haben“, so Vollmer. „Vieles hat nicht so gut funktioniert, oft hat ein Taktgeber auf dem Platz gefehlt.“ Mit Oldie Christian Wolff fand der Trainer dann seinen verlängerten Arm. „In den letzten Partien hat es dann besser geklappt, sodass wir die Klasse auch verdient gehalten haben“, erklärt Vollmer. In der kommenden Spielzeit wird nun Alfred Vogel das Team übernehmen. „Ich gehe hier mit sehr viel Herzblut“, so Vollmer, „und wünsche dem Team und meinen Nachfolger viel Erfolg.“

11. Platz: TuS Hermannsburg, 32 Punkte

Zur Winterpause hatten viele TuS Hermannsburg schon abgeschrieben. Mit nur acht Zählern lag das Team abgeschlagen am Tabellenende, mit wenig Aussichten auf den Klassenerhalt. Nach dem Trainerwechsel von Siegfried Röhrs zu Stefan Münstermann änderte sich die Situation jedoch grundlegend. Hermannsburg holte unter Münstermann 24 Zähler und sicherte sich am vorletzten Spieltag gegen den MTV Ahnsbeck vorzeitig den Klassenerhalt. „Man hat einfach gespürt, dass die Mannschaft will, alle sind mitgezogen“, erklärt Münstermann. „Das ist natürlich die Grundvoraussetzung und das hat die Mannschaft auch bis auf einen kleinen Durchhänger auch gezeigt.“ Vor allem sei man froh, dass man den Ligaverbleib aus eigener Kraft sichern konnte und nicht auf die Hilfe andere angewiesen war. In der kommenden Saison wird nun Falk Elbers die Mannschaft übernehmen. Münstermann wird sich weiterhin um die Jugendarbeit kümmern.

12. Platz: MTV Langlingen, 31 Punkte

Zwei sehr unterschiedliche Serien erlebte der MTV Langlingen. Zur Winterpause hatte die Mannschaft vom Trainerteam um Volkmar Schmidt, Rainer Santelmann und Michel Steinecke sensationell auf dem vierten Platz gelegen und waren damit neben dem SV Altencelle die Überraschung der Saison. Im neuen Jahr dann die Ernüchterung: der MTV holte nur noch einen Sieg und ist damit das schwächste Rückrunden-Team. Letztlich schafften die Langlinger, die mit Florian Schöning (30 Treffer) und Christopher Kautz (17 Treffer) das erfolgreichste Sturmduo der Saison stellen, erst am vorletzten Spieltag den rechnerischen Klassenerhalt.

13. Platz: SV Nienhagen II, 30 Punkte

„Am Ende zählt für uns nur der Klassenerhalt“, fasst Claus Netemeyer, Trainer des SV Nienhagen II, die Saison zusammen. Am Ende wurde seine Mannschaft Dreizehnter, die schlechteste Platzierung im gesamten Saisonverlauf. „Wir mussten nach einer Hinrunde, die nicht gut lief, in der wir uns auch immer wieder selbst geschwächt haben, unser Saisonziel korrigieren“, so Netemeyer. Den Klassenerhalt habe man dann mit einer ordentlichen Rückrunde sicher eingefahren. „Viel mehr war nicht drin, da wir den verlorenen Zählern aus der Hinserie hinterherlaufen mussten.“ Insgesamt sei es aber eine lehrreiche Saison gewesen, deren Erfahrungen man nun mit in die neue Saison nehmen werde.

14. Platz: TuS Höfer, 27 Punkte

Erst am letzten Spieltag verspielte TuS Höfer mit dem 0:1 beim SV Großmoor den Klassenerhalt, angedeutet hatte sich das jedoch schon früher. Als Bernd Knopp die Mannschaft sieben Spieltage vor Schluss übernahm, war er sich der Schwere der Aufgabe bewusst. „Angesichts des harten Restprogramms und der vielen Verletzten oder Gesperrten hatten wir es natürlich schwer“, so Knopp. „Die Ergebnisse in den letzten Partien waren auch ganz ordentlich, nur konnten wir leider nicht mehr genug Punkte sammeln.“ Schon in der Hinrunde unter Falk Elbers ließ Höfer zu viele Siege verstreichen. Nun muss es den Gang in die 1. Kreisklasse gehen. „Niemand steigt gerne ab“, so Knopp, „aber vielleicht ist es ja für den Verein ganz gut, jetzt einen Neuaufbau zu starten.“ Fast alle Spieler bleiben dem Klub treu, das Ziel soll der direkte Wiederaufstieg sein.

15. Platz: MTV Ahnsbeck, 26 Punkte

Am vorletzten Spieltag war es beim Aufsteiger MTV Ahnsbeck Gewissheit: Nach nur einem Jahr muss sich die Mannschaft von Trainer Uwe Thiel wieder aus der Kreisliga verabschieden. Dabei haben die Ahnsbecker sicherlich keine schlechte Rolle gespielt, haben in der Hinrunde aber merkliche Startschwierigkeiten gehabt. „Wir haben zu lange gebraucht um uns in der neuen Spielklasse zurechtzufinden, haben zu lange Lehrgeld gezahlt“, erklärt Thiel. „In der Rückrunde stimmten dann die Ergebnisse, aber wir hatten es in der Hinserie einfach verpasst den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen.“ Ahnsbeck wird nun einen Neuaufbau starten, um in der nächsten Saison den direkten Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.

Von Jan-Phillip Leder