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Fußball regional Der Verein als Wirtschaftsunternehmen
Sport Fußball regional Der Verein als Wirtschaftsunternehmen
15:04 13.06.2010
Von Christoph Zimmer
96-Präsident Martin Kind im Stadtpalais
96-Präsident Martin Kind im Stadtpalais Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Man kann das Leben von Martin Kind durchaus als Wettbewerb beschreiben. Wie vielleicht kein anderer verkörpert er die enge Verzahnung von Fußball und Wirtschaft, wenn er von der Mannschaft als „wettbewerbsfähiges Produkt“, vom Verein „als Wirtschaftsunternehmen“ und dem „Fußball als Wachstumsmarkt“ spricht.

Es war dieses Denken, dass dem sinnsuchenden Verein Hannover 96, in der Regionalliga, mit zehn Millionen Mark Verbindlichkeiten auf die Beine half, als Martin Kind 1997 den Posten des Vorsitzenden übernahm. Kind stellte den Verein auf wirtschaftlich gesunde Füße, von der Rechtsform entspricht der Verein einem Wirtschaftsunternehmen, führte ihn zurück in die Bundesliga – und übernahm das Niedersachsenstadion und baute es um.

„Da haben wir eine historische Chance genutzt. Ohne diesen Schritt wären wir nicht da, wo wir heute sind“, sagte er und meinte: ohne die damaligen Entscheidungen wären wir in der Gegenwart nicht wettbewerbsfähig.

Und darum geht es ihm auch in Zukunft. „Ohne Investitionspolitik können Vereine wie Hannover 96 nicht zu den Großen aufschließen“, klagte Kind, der wie ein Revolutionär für die Abschaffung der 50+1-Regel eintritt, die die Stimmenmehrheit in den Vereinen festsetzt. Kind dagegen fordert den Einstieg von Investoren.