Bezirksliga Lüneburg

SG Eldingen "wie im falschen Film“

Fußball-Bezirksligist geriet bei Eintracht Elbmarsch mit 1:7 unter die Räder. Und es hätte noch schlimmer kommen können.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 29. May 2022 | 20:31 Uhr
  • 14. Jun 2022
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  • 29. May 2022 | 20:31 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Eldingen.

Für Gastgeber Eintracht Elbmarsch ging es im Kampf um den Bezirksliga-Klassenerhalt um alles oder nichts. Um den direkten Konkurrenten Germania Walsrode sicher auf Distanz zu halten, brauchten die Elbmarscher im Spiel gegen die SG Eldingen unbedingt einen Dreier, und der gelang. Die SG ging mit 1:7 (1:4) unter.

Lange um den Sieg zu zittern brauchte die Eintracht, die loslegte wie die Feuerwehr, nicht. Die stark ersatzgeschwächten Gäste aus dem Celler Ostkreis zeigten insbesondere in den ersten 20 Minuten nur rudimentäre Gegenwehr. Bereits nach 17 Minuten stand es 4:0 für Elbmarsch, und die Messe war gelesen. „Wir waren überhaupt nicht auf dem Platz und haben den Anfang total verpennt. Bei Elbmarsch war jeder Schuss ein Treffer. Ich bin mir vorgekommen wie im falschen Film“, so der bedauernswerte SGE-Trainer Volker Darkow.

Erstes Gegentor nach 15 Sekunden

Bereits nach 15 Sekunden lag sein Team 0:1 hinten. Direkt nach dem Anstoß flog ein hoher Ball in den Eldinger Strafraum. Eintrachts Angreifer Tim Eberle gewann ein Kopfballduell, verlängerte auf Chuck Bödder, der den vielumjubelten Führungstreffer erzielte. Nur vier Minuten später drosch Marvin Schulga nach starker Einzelaktion das Leder zum 2:0 (5.) ins lange Eck. Den Gastgebern gelang nun einfach alles. Erst prügelte Cedric Brunke einen Fernschuss zum 3:0 (10.) in den Knick, um nur wenig später eine schöne Ablage überlegt zum 4:0 (17.) im SGE-Gehäuse unterzubringen. Bei der SG war eindeutig die Luft raus. Lediglich eine nennenswerte Aktion hatten die Gäste im ersten Durchgang, die dann allerdings auch prompt zum Ehrentreffer führte. Eintracht-Schlussmann Nico Fabian zeichnete sich zunächst noch mit einer starken Rettungsaktion aus, war im Nachsetzen von Melvin Knoop allerdings machtlos (24. Min).

Elbmarsch-Express nicht zu stoppen

Im zweiten Durchgang sollte der Elbmarsch-Express nicht halt machen und überrollte die SG ohne Erbarmen. Nur der überragend haltende SGE-Torwart Malcom Lemp stemmte sich dem Debakel entgegen. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass Paul Danker rund zwanzig Minuten vor Schluss nach einem Pfostentreffer von Tim Eberle zum 5:1 abstaubte (71. Min). Anschließend verwandelte Elbmarschs Mark Schade einen Foulelfmeter souverän, bei dem sich Konstantin Richter wegen Meckerns noch den Gelb-Roten Karton abholte. Den Schlusspunkt zum 7:1 (80.) setze Tim Eberle nach einer Danker-Ecke per Kopf.

Keeper Malcom Lemp verhindert höhere Niederlage

„Wenn unser Keeper Malcom Lemp nicht so fantastisch gehalten hätte, wäre es noch weitaus schlimmer gekommen. Wir haben eine gute Saison gespielt, aber die letzten vier Wochen waren aufgrund unserer extremen Personalnot nur noch ärgerlich und enttäuschend. Deshalb bin ich jetzt froh, dass wir in die Sommerpause gehen“, meinte SGE-Trainer Volker Darkow. Er lobte ausdrücklich das faire und sehr sympathische Elbmarscher Team sowie deren schöne Sportanlage. „Wenn wir hier in der nächsten Saison wieder herkommen, müssen wir es besser machen“, so der SGE-Coach.

Emotional wurde es, als SGE-Torwart Christian Hebbe, der aufgrund der Eldinger Personalmisere im Mittelfeld spielte und die Kapitänsbinde trug, vom Elbmarscher Stadionsprecher verabschiedet wurde. Nach sieben Jahren im Eldinger Dress wird Hebbe den Verein verlassen.

Von Jochen Strehlau

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