Bezirksliga

Sieg oder Kreisliga für Altencelle und Vorwerk

Letzte Chance: SV Altencelle und SC Vorwerk müssen ihre Heimspiele gewinnen, sonst geht es runter in die Kreisliga.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 06. Mai 2022 | 13:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 06. Mai 2022 | 13:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Während in der Abstiegsrunde der Fußball-Bezirksliga für die längst gerettete SG Eldingen nur noch Schaulaufen angesagt ist, steht den Celler Vertretern SV Altencelle und SC Vorwerk das Wasser im Abstiegskampf bis zur Unterlippe. Die Altenceller sind in ihrem Heimspiel gegen den Buchholzer FC ebenso zum Siegen verdammt wie der SC Vorwerk gegen TuS Fleestedt. Die SG Eldingen könnte mit einem Sieg auf eigenem Platz gegen den TSV Winsen (Luhe) den Celler Teams wertvolle Schützenhilfe geben.

SV Altencelle – Buchholzer FC (Sonntag, 15 Uhr)

Sieg oder Kreisliga: Auf diesen einfachen Nenner könnte man das Spiel der Elf vom Föscherberg gegen den Buchholzer FC bringen. Doch ausgerechnet vor diesem „Endspiel“ hat sich die unglaubliche Verletzungsmisere des SVA nochmals zugespitzt. Denn nach den jüngsten schweren Verletzungen von Maurice Thies (Mittelfußbruch), Christopher Oehler (vermutlich Kreuzbandriss) und Philipp Baumann (Kopfverletzung) hat sich nun auch noch Torjäger Matthias Behrens im Training einen Muskelfaserriss zugezogen. Dazu ist auch Kapitän Jannik Heiligenstadt angeschlagen. Hinter seinem Einsatz steht ein dickes Fragezeichen. „Es ist Wahnsinn. In 19 Jahren Trainertätigkeit habe ich so etwas noch nicht erlebt. Unglücklicher geht es nicht. Für unser Verletzungspech gibt es in dieser Saison offensichtlich keinen Ausschaltknopf“, klagt Netemeyer.

Dennoch ist der 57-jährige gezwungen, auch mit dezimiertem Kader Lösungen in Abwehr und Angriff zu finden, wenn man die äußerst robusten Buchholzer schlagen will. Aus dem Hinspiel, das mehr als unglücklich mit 0:1 verloren wurde, hat man noch eine Rechnung offen. „Was in dieser „Seuchen-Saison“ alles über uns hereinbricht, tut schon sehr weh. Mein Team gleicht einem alten Strumpf, bei dem es vor jeder Nutzung viele Löcher zu stopfen gilt“, hat der gebeutelte Netemeyer seinen Humor noch nicht ganz verloren.

SC Vorwerk – TuS Fleestedt (Sonntag, 15 Uhr)

Die Chancen der Weinroten auf den Klassenerhalt sind nur noch theoretischer Natur. Vier Siege aus den verbleibenden vier Spielen bräuchten die Vorwerker – und wären dann immer noch auf die Ergebnisse der Konkurrenz angewiesen. Doch nach dem 0:2 beim TSV Winsen (Luhe), bei dem der SCV eine indiskutable Leistung zeigte, ist die Stimmung am Vorwerker Reuterweg auf dem Tiefpunkt.

Hinzu kommt, dass die Liste der Vorwerker Stammspieler, die ausfallen oder deren Einsatz stark gefährdet ist, fast unüberschaubar lang ist. Dicke Fragezeichen stehen zum Beispiel hinter dem Einsatz von Leon und Robin Ohlde, Oumar-Mary Sangare, Marcel Korte oder Fadil Yavsan. Jerrik Kähler und Nicolaj Grad sitzen ihre Sperren ab. „Wir greifen gegen den bereits sicheren Absteiger Fleestedt nach dem letzten Strohhalm und ich habe keine Ahnung, welche Mannschaft am Sonntag aufläuft. Die Personalsituation ist dramatisch. Ich hoffe, dass wir uns trotzdem vernünftig präsentieren“, sagt der wenig optimistische Trainer Marcus Hoffmann.

SG Eldingen – TSV Winsen (Luhe) (Sonntag, 15 Uhr)

Vom Abstiegsstress der beiden befreundeten Celler Vereine ist die SG Eldingen als aktueller Tabellenführer der Abstiegsrunde glücklicherweise verschont geblieben. Doch das Team von Trainer Volker Darkow könnte das Zünglein an der Waage sein und mit einem Sieg gegen Winsen den Cellern Schützenhilfe geben – vorausgesetzt, diese gewinnen ihre Spiele.

Aber die SGE wird aufgrund von Urlaub, Krankheit und privaten Verpflichtungen gegen Winsen nur mit einem ersatzgeschwächten Team auflaufen. „Wir sind dazu gezwungen, die Mannschaft mit Spielern aus der 2. Herren und der Ü32 aufzufüllen. Ich hoffe, ich finde den richtigen Zaubertrank, dass das auch funktioniert“, sagt SGE-Trainer Volker Darkow, der gegen Winsen trotzdem „volle Pulle“ gehen will.

Doch das wird nur gelingen, wenn es die SGE schafft, die Kreise der kreativen TSV-Mittelfeldspieler Umut Atakaya und Mohamed Enis Djebbi einzuengen. Auch um Sturmspitze Yasar Sahin sollte sich Eldingens Defensive kümmern. „Ein Punkt muss mindestens drin sein“, fordert Darkow.

Von Jochen Strehlau

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