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Fußball regional SC Vorwerk heiß auf Revanche
Sport Fußball regional SC Vorwerk heiß auf Revanche
17:21 02.05.2019
Foto: Kais Manai ist beim SC Wietzenbruch nicht nur als Spieler gefragt. Zusammen mitSascha Klein fungiert er nach dem Rücktritt von Eike Mach als Interimstrainer.
Kais Manai ist beim SC Wietzenbruch nicht nur als Spieler gefragt. Zusammen mitSascha Klein fungiert er nach dem Rücktritt von Eike Mach als Interimstrainer. Quelle: David Borghoff
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Celle

Am 26. Spieltag der Fußball-Bezirksliga steht Tabellenführer VfL Westercelle bei Eintracht Leinetal vor einer schweren Aufgabe. Der SC Vorwerk muss sich zu Hause mit dem direkten Tabellenachbarn TV Jahn Schneverdingen auseinandersetzen. Schlusslicht SC Wietzenbruch hofft mit den Interimstrainern Kais Manai und Sascha Klein gegen den TSV Wietzendorf auf den ersten Heimsieg.

SC Vorwerk – TV Jahn Schneverdingen (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz einer guten Leistung im Derby beim VfL Westercelle musste der SC Vorwerk letztlich die Überlegenheit des Tabellenführers anerkennen. Doch diese Niederlage hat SCV-Coach Mainka ganz schnell abgehakt, um sich auf die extrem wichtige Partie gegen den direkten Tabellennachbarn TV Jahn Schneverdingen zu konzentrieren. Dieser kämpft genau wie Vorwerk darum, nicht noch auf den Relegationsplatz abzurutschen. Und die Angst vor dem „Schreckgespenst Relegation“, war in Schneverdingen offensichtlich so groß, dass man sich zu einem vorzeitigen Trainerwechsel gezwungen sah. So wurde Trainer Peter Crone kurzerhand durch Jesco Rohde (bis 2017 Trainer von Germania Walsrode) ersetzt. Eine Entscheidung, die in Schneverdingen neue Kräfte freigesetzt hat – wie das jüngste 1:1 gegen den TSV Elstorf zeigte.

Doch der SC Vorwerk will unbedingt Revanche für die 1:3 Niederlage in Schneverdingen, wo man sich ganz schlecht verkaufte. „Zu Hause spielen wir den attraktiveren Fußball und werden alles dransetzen, um diese drei Punkte einzufahren. Aber das wird ganz schwer. Der Ausgang der Partie ist völlig offen“, sagt Mainka.

Eintracht Leinetal – VfL Westercelle (Sonntag, 15 Uhr)

Im April hat sich der VfL Westercelle die Tabellenspitze zurückerobert, der Vorsprung auf Verfolger TSV Elstorf beträgt zwei Punkte. Somit war es ein guter Monat für das Team des VfL-Trainerduos Heiko Vollmer und Axel Güllert. „Jetzt, wo wir so langsam auf die Zielgerade der Saison abbiegen, ist es wichtig, dass der Mai mindestens genau so gut wird. Im Grunde haben wir jetzt nur noch Endspiele. Der Druck auf meine Spieler wächst, da wird vieles auch zur Kopfsache“, weiß Coach Vollmer.

Und eben so ein „Endspiel“ steht für den VfL nun bei der heimstarken Elf von Eintracht Leinetal an. Mit Hawk Schwieger, Justin Onyechi oder dem Ex-Wietzer Hendrik Ziemke, der sich bei den Leinetalern mit bereits zehn Treffern zum Torjäger entwickelt hat, stehen dem Team von Trainer Marcus Olm viele gute und technisch versierte Fußballer zur Verfügung. „Das wird enorm schwer für uns. Um vom Esseler Sportplatz Zählbares mitzunehmen, müssen wir genau so fokussiert sein, wie das zuletzt gegen den SC Vorwerk der Fall war. Da müssen wir schon eine Top-Leistung abrufen“, sagt Vollmer.

Respekt hat er insbesondere vor Leinetals schnellen Außenspielern sowie vor dem spielstarken Mittelfeld. Personell deuten sich beim VfL einige Veränderungen an. Collin Sarnowski fällt mit Fußverletzung aus und Nils Wittenberg ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt. Der Einsatz des angeschlagenen Philip Boie entscheidet sich kurzfristig. Dafür ist Kai Broschinski wieder einsatzbereit, und auch Kapitän Maurice Thies wird voraussichtlich wieder die Kommandobrücke betreten.

SC Wietzenbruch – TSV Wietzendorf (Sonntag, 15 Uhr)

Die Gefahr, dass der SC Wietzenbruch die Saison nicht zu Ende spielt, scheint gebannt. „Wir werden in dieser Woche ganz regulär trainieren und am Sonntag hundertprozentig spielen. Dennoch müssen mit dem Vorstand und den Spielern Gespräche geführt werden, wie wir die Restsaison bestmöglich über die Bühne bringen“, sagt Kais Manai, der sich nach dem Rücktritt von Trainer Eike Mach zusammen mit Sascha Klein nun um die sportlichen Belange beim Tabellenletzten kümmert.

Wer letztlich am Sonntag auf dem Platz stehen wird, ist eine Entscheidung, die Manai wahrscheinlich erst sehr kurzfristig treffen kann. Aber ohnehin liegt der Fokus mehr den je darauf, weitere Blamagen zu vermeiden. Doch mit dem Tabellen-14. Wietzendorf kommt ein Gegner zum Alten Kanal, der ebenso wie der SCW bereits als Absteiger feststeht. „Der Rücktritt von Eike Mach hat einige wachgerüttelt. Vielleicht sogar so sehr, dass es gegen Wietzendorf zum ersten Heimsieg der Saison reicht“, hofft Spielertrainer Kais Manai. Das Hinspiel endete 1:1.

Von Jochen Strehlau

02.05.2019
Oliver Schreiber 02.05.2019