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Fußball regional Mach schmeißt hin: „Das Maß war endgültig voll“
Sport Fußball regional Mach schmeißt hin: „Das Maß war endgültig voll“
19:43 28.04.2019
Foto: "Das Maß war voll": Eike Mach ist nicht mehr Trainer des SC Wietzenbruch.
"Das Maß war voll": Eike Mach ist nicht mehr Trainer des SC Wietzenbruch. Quelle: David Borghoff
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Wietzenbruch

Trainer Eike Mach hat im Laufe dieser völlig desolaten Saison in der Fußball-Bezirksliga sicherlich schon eine Menge Geduld und noch mehr Leidensfähigkeit bewiesen. Doch als der Coach des längst abgestiegenen Schlusslichts nach dem Training am Freitagabend realisierte, dass er auch mit Verstärkung aus der zweiten Mannschaft kein spielfähiges Team für die Samstags-Begegnung beim SV Lindwedel-Hope zusammenbekommen würde, gab es für ihn nur eine Konsequenz – nämlich den sofortigen Rücktritt. „Damit war für mich das Maß endgültig voll. Ich kann nach so einer Blamage dann am Dienstag nicht einfach zum Trainingsalltag übergehen. Das entspricht nicht meiner Philosophie von leistungsorientiertem Fußball. Es macht für mich keinen Sinn mehr“, erklärte der 50-jährige B-Lizenzinhaber.

Und in der Tat ist es äußerst peinlich und blamabel, wenn ein Team der Bezirksliga ein Spiel wegen Personalmangels absagen muss. So etwas kennt man sonst höchstens aus der 3. oder 4. Kreisklasse. Und diese Auflösungserscheinungen wollte man trotz der frühen hoffnungslosen Ausgangslage eigentlich auf jeden Fall vermeiden. Trotz Niederlagen am Fließband wollte der SCW nicht zur Lachnummer der Liga verkommen und sich mit Würde verabschieden. Und das gelang mit einigen Abstrichen auch recht gut. Wenngleich meist deutlich spielerisch unterlegen, kämpften die Wietzenbrucher und erreichten knappe Ergebnisse: Der Hauptgrund dafür, dass Mach unerwartet lange zu seinem Team stand.

Aber jetzt ist das Kapitel SC Wietzenbruch für Mach, der zu Beginn der Saison 2017/18 vom TuS Celle FC zu den Blau-Roten wechselte, beendet. Letzte Versuche von Abteilungsleiter Christian Michen sowie von Mannschaftskapitän Niels Petersen und dessen Stellvertreter Luca Klindtworth, ihren Trainer noch einmal umzustimmen, schlugen fehl.

Zum „Worst-Case-Szenario“, dem vorzeitigen Rückzug aus der Bezirksliga und der damit verbundenen Zurückstufung in die Niederungen der Kreisklasse, wird es voraussichtlich nicht kommen. „Ich denke, das war jetzt eine einmalige Sache. In den nächsten Wochen wird es voraussichtlich personell wieder besser aussehen, aber ich habe damit ab jetzt nichts mehr zu tun“, sagt Mach.

Sehr wahrscheinlich werden Jugendtrainer Sascha Klein und Kais Manai das Team bis Saisonende übernehmen. „Wir werden uns jetzt zusammensetzen und dann eine Entscheidung treffen. Auf jeden Fall ist zu hoffen, dass die noch zur Verfügung stehenden Spieler in den restlichen fünf Partien voll mitziehen“, meinte Manai.

Von Jochen Strehlau

Oliver Schreiber 28.04.2019
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