Spendenaktion

Kickers Wolthausen: Wer läuft, zahlt weniger

Um die eigenen Spieler zu motivieren, hatten die Kickers Wolthausen eine clevere Idee: Wer am wenigsten läuft, muss am meisten zahlen. Das Geld wurde gespendet.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 27. Apr. 2022 | 18:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 27. Apr. 2022 | 18:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Wolthausen.

Nicht jeder Fußballer läuft gerne und besonders im Winter ist es schwer, sich zu Laufeinheiten zu motivieren. Daher haben sich die Kickers Wolthausen etwas Besonderes einfallen lassen und einen Wettbewerb mit einer Spendenaktion verbunden. Das gesammelte Geld ging an die Celler Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Rangliste von 25 Teilnehmern

Bereits im Januar liefen die Jungs von der Örtze um die Wette, um sich für die anstehende Rückrunde in die Startlöcher zu begeben. Jeder Teilnehmer konnte pro Tag eine Strecke bei den Organisatoren Marcel Schrader und Florian Seel melden. „Es wurden Screenshots von Lauf-Apps geschickt. Die Ergebnisse haben wir dann in Listen zusammengetragen“, sagt Schrader. So entstand eine Rangliste, die für die zu spendende Summe ausschlaggebend war. Bei 25 Läufern zahlte derjenige mit den meisten Kilometern nur einen Euro der Letzte auf der Liste musste 25 Euro abdrücken.

Wer also viel lief, musste weniger zahlen. Wobei diese Denkweise nicht im Vordergrund stand. Es nahmen mit Trainer Mirko Schöne, Ren Jansen und Andr Thüring auch welche teil, die gar nicht gelaufen waren, aber trotzdem spenden wollten. So wurde der Höchstbetrag gleich dreimal gezahlt. Der ein oder andere Spieler stockte seinen Betrag zudem auf und auch der Vorsitzende Heiko Schrader und Torwarttrainer Horst-Peter Rossa rundeten den Betrag auf 600 Euro auf.

Auch in Mali wird gelaufen

Zwischen 1,6 und 190,8 gelaufenen Kilometern gab es eine riesige Spannweite. Die meisten Kilometer machten im Übrigen gar nicht die Spieler. Auf Rang eins schaffte es mit Stephan Mau ein Bekannter des Teams, der bei der Aktion mitmachen wollte. Und das trotz seines Bundeswehr-Aufenthalts in Mali. Er absolvierte seine Kilometer einfach auf dem Laufband. Und auf Rang zwei kam Teambetreuerin Svenja Wilkens vor Co-Trainer Florian Seel.

Den Kickers war es wichtig für eine Sache vor Ort zu spenden. So fiel die Wahl auf die Kinderklinik. Schrader: „Wir werden noch Rückmeldung aus dem AKH erhalten, wofür unser erlaufenes Geld im Detail eingesetzt wurde. Wir freuen uns aber jetzt schon, dass es den Kindern zugutekommt und so vielleicht die ein oder andere schwierige Minute etwas erleichtert wird.“