Nienhagen

Aufstellungs-Puzzle für Klindtworth

„Wenn uns nicht gerade die Schweinegrippe erwischt, habe ich am Sonntag bei der Aufstellung die Qual der Wahl.“ Rolf Klindtworth, Trainer von Fußball-Bezirksoberligist SV Nienhagen, hat vor dem morgigen Saisonauftakt um 15 Uhr beim Turnerbund Uphusen ein Luxusproblem. Bis auf Dominik Klus sind alle Spieler aus seinem Kader einsatzfähig.

  • Von Oliver Schreiber
  • 07. Aug. 2009 | 14:24 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 07. Aug. 2009 | 14:24 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Nienhagen.

NIENHAGEN (ole). „Das ist bei uns zuletzt ja eher selten vorgekommen. Zumal alle im Training auch einen sehr guten Eindruck gemacht haben und voll mitgezogen haben. Im Moment ist völlig offen, wer aufläuft, Stammplatz-Garantien gibt es keine“, erklärt Klindtworth. Nach dem Abschlusstraining will er sich mit seinen Co-Trainern Burkhard Persuhn und Toni Amadi beraten und dann sein Aufstellungs-Puzzle zusammensetzen.

Keine Rolle wird dabei Muzaffer Sacik spielen. Mit dem FC Firat Bergen müssen noch die Wechselmodalitäten geklärt werden. Alexander Tiegs ist erst seit dieser Woche wieder im Training, ein Einsatz von Beginn an kommt wohl noch zu früh.

Auf alle Fälle bleibt Klindtworth beim in der Vorbereitung einstudierten System mit Vierer-Abwehrkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern davor. Beim 1:5 im Bezirkspokal gegen den TuS Celle FC offenbarten die Gelb-Schwarzen aber noch jede Menge Lücken. „Das lag daran, dass wir im Mittelfeld uns defensiv nicht gut verhalten haben. Aber bei so vielen jungen Spielern ist es normal, dass am Anfang noch nicht alles klappt. Wichtig ist, dass wir schnell genug aus unseren Fehlern lernen“, so Klindtworth. Unter der Woche bezwang der SVN in einem Testspiel Kreisligist SV Schwarmstedt deutlich mit 8:1 und legte dabei eine furiose erste Halbzeit hin. „Das hat mir richtig gut gefallen, auch wenn es nur gegen einen Kreisligisten war“, berichtet Klindtworth.

Im defensiven Mittelfeld überzeugten hier vor allem Jan Lührs und Kevin Schöneck, der sonst meist in der Innenverteidigung zusammen mit Lars Lutschewitz agierte. „Auch das ist eine weitere Option, Kevin bringt alle Veranlagungen für diese Position mit“, sagt Klindtworth. In diesem Fall würde dann Christian Behrens an die Seite von Lutschewitz rücken. Überzeugt hat in der Vorbereitung auch Stürmer Raphael Strzodka, der nach zwei schweren Verletzungen wieder den Anschluss gefunden hat. „Er ist mehr als nur eine Option für die Startelf“, lobt Klindtworth.

Morgen erwartet den SVN mit Uphusen aber ein ganz anderes Kaliber als Schwarmstedt. Der Vorjahressiebte hat vier Spieler verloren und verzeichnet sieben Neuzugänge, darunter auch Akteure, die schön höherklassig gekickt haben. Der TBU-Kader dürfte stärker einzuschätzen sein als in der Vorsaison. Auch Uphusens Trainer Nuri Papazoglu hat wie Klindtworth einen Systemwechsel vollzogen und lässt in der 4-4-2-Formation mit Mittelfeld-Raute spielen.

Für die Nienhäger wird es ein schwerer Gang bei der „Multi-Kulti“-Truppe, vor dem Klindtworth aber nicht bange ist. „Unser Ziel ist es, dort zu gewinnen und mit einem positiven Erlebnis in die Saison zu starten. Wenn wir konzentriert sind und unsere Fehler nicht wiederholen, sollten wir in Uphusen etwas holen können“, glaubt Klindtworth. Vorher muss er aber noch sein Puzzle zusammensetzen …