Hilfstransport

Unterstützung der Ukraine geht weiter

Viele Helfer der Wilhelm-Röpke-Schule in Schwarmstedt haben für einen Transport von Hilfsgütern für die Ukraine nach Moldawien gesorgt.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Apr. 2022 | 08:22 Uhr
  • 12. Juni 2022
Die Fünftklässler sind stolz, beim Verladen der Hilfsgütermitgeholfen zu haben.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Apr. 2022 | 08:22 Uhr
  • 12. Juni 2022
Anzeige
Schwarmstedt.

Gleich nach Beginn des Angriffs auf die Ukraine begann die Schülervertretung der Wilhelm-Röpke-Schule in Schwarmstedt in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Nienburg-Neustadt, dessen amtierender Präsident Gesamtschuldirektor Tjark Ommen ist, Hilfsgüter für die Bevölkerung in der Ukraine zu sammeln. Schnell kamen in einem freigeräumten Klassenzimmer unzählige Decken, Schlafsäcke, Kleidungsstücke, Hygieneartikel, Nahrungsmittel und Gehhilfen zusammen.

Spenden sortiert und verpackt

Mitglieder der Schülervertretung und Jugendliche aus dem 12. Jahrgang nahmen unter der Regie der Schülersprecher Yanik Möller und Jonas Frerker in den großen Pausen Spenden an, sortierten und verpackten sie. Die Firmen von Bernd Stich, Familie Chadrysiak und Autoland Stefanski sowie der Obi-Markt Nienburg und die Spedition Göllner aus Nienburg stellten Verpackungsmaterial zur Verfügung. Das Schulauto mit einem großen Anhänger, den die Feuerwehr Schwarmstedt zur Verfügung stellte, wurde von Fünftklässlern bepackt, die stolz waren, dem Direktor und dem Sozialpädagogen Christian Biringer helfen zu dürfen. Biringer fuhr die Spenden zu einem Sammellager nach Steyerberg, wo Tjark Ommen mit Zwölftklässlern sortierte und einen Lkw belud. Ehrenamtliche Fahrer waren der im Celler Raum bekannte Eicklinger Gastwirt Helmke Pröve und Stephan Ilse aus Northeim.

Lange Wartezeit an der Grenze

Bereits in den schneebedeckten Karpaten kamen den beiden Fahrern unzählige Busse mit Flüchtlingen entgegen, währenddessen man keine Lkw mit Hilfsgütern sah; die gingen offensichtlich alle an die polnische Grenze. Ganz viel Geduld aufbringen mussten Pröve und Ilse an der moldawischen Grenze, ganze 19,5 Stunden Wartezeit erschienen wie eine Ewigkeit. Erst am 15. März kamen sie nach einer Fahrt quer durch Moldawien an der ukrainischen Grenze an. Am nächsten Morgen begann das Ausladen der fünf Lkw mit Hilfsgütern. Nach dem Abladen fuhr man im Konvoi zurück.

Sammlung geht weiter

In der Kooperativen Gesamtschule Schwarmstedt ging das Sammeln inzwischen weiter und wird nach den Osterferien auch noch mindestens eine Woche fortgesetzt. Dann benötigt man den bisher genutzten Klassenraum für eine zweite Sprachlernklasse für die Kinder aus der Ukraine.

Von Thomas Sauer

Von