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SoVD-Ortsverbandes Nienhagen besucht Museumsdorf in Hösseringen

11:28 13.07.2021
Die Mitglieder des SoVD lauschten begeistert den Fahrzeuggeschichten aus der Lüneburger Heide.
Die Mitglieder des SoVD lauschten begeistert den Fahrzeuggeschichten aus der Lüneburger Heide. Quelle: Annette Kesselhut
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Nienhagen

Als bekannt wurde dass die geplante Halbtagesfahrt ins Museumsdorf Hösseringen stattfinden könne, war die Freude bei den Mitgliedern des Ortsverbandes Nienhagen im Sozialverband Deutschland (SoVD) groß. Mit Corona-Tests oder Impfausweis, Mund-Nasen-Schutz und fester Sitzordnung starteten 27 Reiselustige.

Kernstück des Museumsdorfes ist der "Brümmerhof" von 1644. Mit seinem beeindruckenden Haupthaus und den vielen Nebengebäuden zeigt er beispielhaft, wie eine großbäuerliche Wirtschaft der Lüneburger Heide ausgesehen hat. Quelle: Annette Kesselhut

Hofstelle ist Prunkstück des Museumsdorfes

Im Museumsdorf wurde die Reisegruppe vom stellvertretenden Museumsleiter und einer Museumsführerin erwartet. In zwei kleinen Gruppen begann die Reise in eine vergangene Zeit. In dem Freilichtmuseum der Lüneburger Heide sind auf einer Fläche von circa 100.000 Quadratmetern regionaltypische Gebäude zu einem Haufendorf und einer Einzelhofstelle zusammengefasst. Bei dem Spaziergang zum Prunkstück des Museumsdorfes, der Hofstelle des Brümmerhofes, gab es viele Informationen zu den Gebäuden. Das imponierende niederdeutsche Hallenhaus mit seinem beeindruckenden Fachwerkgefüge und reichen Schnitzwerk sowie die Verwendung teurer Backsteine und der großen Glasfenster zeugen vom Wohlstand der Besitzer. Zwei Treppenspeicher, Hofschafstall, Bienenzaun, Heuscheune, Außenschafstall und Backhaus gehören zu der Hofanlage; ein toller Bauerngarten vervollständigt das ländliche Bild. Schafe auf der Weide am Dorfteich veranschaulichen das Landschaftsbild, wie es seit dem Mittelalter für die Lüneburger Heide charakteristisch ist.

Für die Mechanisierung in der Landwirtschaft steht der Hanomag R 40, Baujahr 1946 vom Gut Nienbüttel im Landkreis Uelzen. Quelle: Annette Kesselhut

Sonderausstellung als Höhepunkt

Der Höhepunkt war die Führung durch die Sonderausstellung „Rollen ist leichter als tragen – Fahrzeuggeschichten aus der Lüneburger Heide“. In der großen Ausstellungshalle des Museumsdorfes werden Fahrzeuge, die entweder lokalhistorische Themen repräsentieren oder eine regionalspezifische Geschichte besitzen, gezeigt. Dazu gehören ein Schäferkarren, ein Leichenwagen und ein Feuerwehrspritzenwagen, der eigentlich nicht viel anders aussieht als eine rot angestrichene Pferdekutsche. Ein Schlaglicht auf den Alltag der Torfabbauer in der Lüneburger Heide wirft eine alte Toilettenlore aus dem ehemaligen Torfwerk in Lüder. Für die Mechanisierung in der Landwirtschaft steht der Normag Schlepper NG 22, Baujahr 1938, sowie der Hanomag R 40, Baujahr 1946, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Druck der britischen Besatzungsbehörde angeschafft wurde – ein Zeugnis für die rasante Entwicklung landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte seit dieser Zeit.

Versammlungsstätte mit zahlreichen Findlingen

Die freie Zeit wurde genutzt, um sich nochmals auf dem Gelände umzusehen oder sich den zum Museumsdorf gehörenden Landtagsplatz, eine mittelalterliche Versammlungsstätte mit zahlreichen Findlingen, anzuschauen.

Von Annette Albrecht-Kesselhut

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