Bezirksanpaddeln

Fahrer müssen schnelle Entscheidungen treffen

Die Kanu-Gesellschaft Celle hat mit sechs Kajakfahrern am Bezirksanpaddeln auf der Luhe teilgenommen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Apr. 2022 | 11:44 Uhr
  • 12. Juni 2022
Unter zwei umgestürzten Bäumen mussten die Kajakfahrer durchfahren. Einer verlor dabei seine Kopfbedeckung, die aber gerettet wurde.
  • Von Cellesche Zeitung
  • 05. Apr. 2022 | 11:44 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Dreißig Wanderpaddler aus acht Vereinen des Bezirkes Lüneburg, unter ihnen auch sechs Kajakfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle, erschienen mit ihren farbigen Einerkajaks auf den Autodächern und auf den Anhängern ihrer Vereinsbusse auf dem Gelände der Einsatzstelle in Oldendorf an der Luhe zum Bezirksanpaddeln.

Umgestürzte Bäume quer im Flussbett

Die Luhe fließt südlich von Hamburg durch die Lüneburger Heide und ist auf der vorgesehenen 18 Kilometer langen Strecke von Oldendorf bis Garstedt hauptsächlich von Wiesen und Feldern umgeben. Die Luhe ist im Durchschnitt sieben bis zwölf Meter breit und besitzt eine Fließgeschwindigkeit von vier Kilometern pro Stunde. Sie ist an mehreren Stellen kurvenreich, einige umgestürzte Bäume, die quer im Flussbett liegen, verlangen schnelle Entscheidungen, ob die Paddler links oder rechts durch eine Lücke schlüpfen sollten, sie unter dem Baumstamm durchfahren, sich dabei tief bücken oder ob es günstiger ist, mit Anlauf über einen Baumriesen zu fahren, wenn der Stamm nicht zu weit aus dem Wasser ragt.

Stufen und Schwälle

Es gibt auch mehrere Stufen oder Schwälle, die sich durch ihr Rauschen rechtzeitig ankündigen, da fahren die Paddler durch einen Mini-Wasserfall, wobei das Boot mit hoher Geschwindigkeit hinabfährt und das Vorderteil des Bootes kurz eintaucht. Einmal nur mussten die Paddler zwischendurch aussteigen und die Boote umsetzen, wobei die Gelegenheit zu einer Erfrischungspause, Vertreten der Beine und zum Gespräch genutzt wurde.

Hagelschauer unterbricht Sonnenschein

Während der Tour konnten sich die Anpaddler an dem blauen Himmel und über viel Sonnenschein erfreuen, aber kurz vor Ende der Fahrt erschien eine große dunkle Wolke, kräftiger Wind machte sich bemerkbar. Es begann heftig zu hageln, auf dem Bootsdeck entstand eine dicke weiße Hageldecke, die aber nach wenigen Minuten wieder auftaute, als die Sonne zum Vorschein kam.

Grillmöglichkeit an Anlegestelle

An der Anlegestelle in Garstedt war für die Anpaddler die Köhlerhütte mit einer Grillmöglichkeit reserviert, hier konnten sich die Kajakfahrer in der Hütte oder davor für die Heimfahrt stärken. Die Wasserwanderer bedankten sich bei ihrem Bezirkswanderwart Eckehard Bohnsack für die umfangreiche und gelungene Vorbereitung dieses schönen Tages.

Von Adolf Timmermann

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