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Junges Forum gegen Antiziganismus aus Celle nimmt an Gedenktag teil

11:22 18.02.2021
Das Junge Forum gegen Antiziganismus hat sich an einer  Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust beteiligt.
Das Junge Forum gegen Antiziganismus hat sich an einer  Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust beteiligt. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Celle

Am 27. Januar 1945 erreichten Truppen der Roten Armee das Vernichtungslager Auschwitz und befreiten die letzten dort inhaftierten Überlebenden. An der Erinnerung an diese Geschehnisse vor 76 Jahren nehmen zahlreiche Städte und Gemeinden mit Gedenkveranstaltungen teil. In Deutschland ist der 27. Januar seit 1996 offizieller Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, 2005 wurde er auch von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt. Vor diesem Hintergrund beteiligte sich der erst vor Kurzem gegründete Celler Verein Junges Forum gegen Antiziganismus an den Gedenkveranstaltungen in Nienburg/Weser.

Erinnerungen an Auschwitz

Die dortige Kranzniederlegung fand im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nienburg/Weser statt. Sie war jedoch nicht die erste Aktion des Jungen Forums, um die Erinnerung an Au-
schwitz wachzuhalten. Mitglieder des Vereins beteiligten sich auch an dem Aufruf des Jüdischen Weltkongresses (WJC) zu einer Fotoaktion. Der WJC hatte Menschen aller Länder und Religionen aufgerufen, ein Bild mit den schlichten Worten „We remember“ (Wir erinnern uns) ins Netz zu stellen. Das Junge Forum fertigte entsprechende Schilder an und lud die Bilder auf die Webseite des Weltkongresses hoch. Auch auf Facebook und Internet teilten die Mitglieder ihre Fotos mit den Schildern.

Präsenzveranstaltungen momentan nicht möglich

Wie der Vorsitzende des Vereins, Peter Schmidt, dazu mitteilte, hatte die Foto-Aktion auf Anhieb eine unerwartete Resonanz. Sinti, Reisende und Roma aus ganz Deutschland likten und teilten die Aktion der Celler Sinti in den sozialen Medien. „Damit haben wir nicht gerechnet, umso mehr hat es uns gefreut, dass so viele denken wie wir“, so Schmidt. Die Erinnerung an den Nationalsozialismus und seine Verbrechen wachzuhalten, sei die Pflicht jedes Menschen, dem die Demokratie am Herzen liege. Da gegenwärtig Präsenzveranstaltungen wegen der Pandemie nicht möglich seien, müsse man kreative Wege finden, dieser Verantwortung gerecht zu werden, ist der Vereinsvorsitzende überzeugt.

Von cz

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