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Hans-Jörg Brandes und Burkhard Rüpke geehrt

09:00 11.01.2021
Burkhard Rüpke (links) und Hans-Jörg Brandes wurden von der Gemeinde Winsenfür ihr langjähriges Engagement geehrt. In der Mitte die Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes Winsen, Monika Meyer. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Winsen

Da die Feierstunde im Rahmen der Besten-Ehrung 2020 der Gemeinde Winsen für „Besondere Verdienste“ wegen der Einschränkungen durch die Corona Pandemie nicht stattfinden konnte, übermittelte die Gemeinde die Ehrungen und Glückwünsche, verbunden mit einem „Winsen-Gutschein“, jetzt per Post. Die Ehrung für Besondere Verdienste für die Allgemeinheit im Rahmen der Ehrenamtlichen Arbeit im DRK-Ortsverein Winsen erhielten Burkhard Rüpke und Hans-Jörg Brandes. Sie wurden nicht nur deshalb gemeinsam zur Ehrung vorgeschlagen, weil beide ungefähr zur gleichen Zeit in das DRK eingetreten sind, sondern, weil sie auch seitdem immer beide als Team gearbeitet haben.

Seit 45 Jahren im DRK aktiv

Angefangen hat es für Hans-Jörg Brandes und Burkhard Rüpke im Jahr 1975, somit sind beide seit 45 Jahren im DRK aktiv. In ihrer Anfangsphase, also noch im Alter von 15 beziehungsweise 16 Jahren, unterstützten sie die damalige Ausbilderin bei den Erste-Hilfe-Kursen. Nach Aussage einer Zeitzeugin traten sie immer nur als Doppel auf und wurden deshalb auch schon mal „Max und Moritz“ genannt. An den Wochenenden und in ihrer Freizeit haben sie weiterhin den damaligen hauptamtlichen Sanitäter im Ort, Dieter Rücker, bei Einsatzfahrten unterstützt. In den 70er und Anfang der 80er Jahre gab es noch keine Rettungswachen im Landkreis. Nur in einigen Orten gab es Sanitäter, die einen „Bulli“ hatten, mit dem dann Krankentransporte beziehungsweise Rettungsdienste gefahren wurden. Da das für einen einzelnen Rettungssanitäter nicht einfach ist, war man für die Hilfe immer dankbar.

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Jedes Wochenende im Dienst

Beide waren während ihrer 45 Jahre immer in der ortsansässigen Bereitschaft aktiv tätig. In der Anfangszeit wurden in Kooperation mit den Ortsvereinen Oldau/Ovelgönne und Wietze Zugdienste abgehalten, sodass in diesen drei Gemeinden immer alle Veranstaltungen von den Ortsvereinen mit Sanitätsdienst versorgt werden konnten. Diese Zusammenarbeit hat sich in der heutigen Zeit wieder entwickelt. Letztendlich waren Brandes und Rüpke so gut wie jedes Wochenende irgendwo im Dienste des DRK unterwegs. Auch heute hat sich daran für Burkhard Rüpke nicht viel geändert, außer dass er auch unter der Woche unterwegs ist, um Kurse zu geben. Er ist seit 20 Jahren Stellvertretener Ausbildungsleiter im DRK-Kreisverband Celle mit den Qualifikationen: Erste-Hilfe-Ausbilder, Erste Hilfe am Kind, Fachdienstausbilder (Sanitätsausbildung), Erste Hilfe mit Behinderten und psychologische Notfallversorgung. Dass er wegen der vielen Qualifikationen häufig gefragt ist, liegt auf der Hand. Die Koordination mit seinem Beruf als Pfleger bei Lobetal, der auch Schichtdienst erfordert, ist dabei natürlich nicht einfach. Dazu kommt noch die Arbeit im Ortsverein. In der Doppelfunktion als stellvertretender Vorsitzender und Leiter der Bereitschaft organisiert er nicht nur die Einsätze für die Vereine in Winsen, die durch den Mangel an Aktiven bei der Bereitschaft wie in alten Zeiten wieder zusammen mit der Bereitschaft Hambühren-Oldau-Ovelgönne ausgeführt werden.

Für jede Hilfeleistung ansprechbar

Rüpke ist für die Organisation des Blutspendetermine in Winsen mit verantwortlich, er organisiert die Altpapiersammlung und ist in der Vorstandsarbeit immer für jede Hilfeleistung ansprechbar. Wie Burkhard Rüpke ist auch Hans-Jörg Brandes gefühlt „schon immer“ im DRK oder, wie er es ausdrückt: „Leute wie wir haben das Logo DRK auf den Hintern gebrannt.“ Auch er ist seit 45 Jahren für den DRK-Ortsverein Winsen aktiv. Anfangs, wie schon erwähnt, im Doppelpack mit Burkhard Rüpke in der Bereitschaft, ist er seit 25 Jahren Schatzmeister des Ortsvereins, seit elf Jahren in der Kreisbereitschaft als Stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter und seit zwei Jahren als Kreisbereitschaftsleiter tätig. Brandes ist als Ehrenamtlicher also sowohl für den Ortsverein als auch hauptberuflich für den Kreisverband in der Bereitschaft tätig. Durch seine berufliche Tätigkeit als Notfallsanitäter (höchste Qualifikationsstufe) ist er zwar dafür hoch geeignet, aber auch er ist durch die Schichtarbeit häufig belastet und die Koordination von Beruf und Ehrenamt nicht leicht. Dennoch ist er immer für den Ortsverein da, im Vorstand als Schatzmeister, bei der Blutspende und immer, wenn Hilfe gebraucht wird.

Dienst am Menschen

Beide zu Ehrenden haben diesen Dienst am Menschen, also hier auch den Dienst für die Menschen der Gemeinde Winsen, aber nie als Opfer empfunden, sondern als etwas, das auch dem ehrenamtlich Tätigen Erfüllung bietet, indem man das Gefühl hat, mit seiner Hilfe gebraucht zu werden. Der DRK-Ortsverein Winsen bedankt sich für den Einsatz der beiden Kameraden und hofft, dass sie dem DRK mit ihrer Tatkraft und ihrem Engagement noch lange erhalten bleiben. Der DRK-Ortsverein Winsen bedankt sich auch bei der Gemeinde Winsen dafür, dass sie es möglich macht, im Zeitalter der Selbstoptimierung und der verbreiteten Meinung, nur man selbst und seine Meinung seien wichtig, Leute zu ehren, die für die Gemeinschaft im Ehrenamt arbeiten und nicht darauf schauen, was das für sie selbst bringt.

Von cz