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Grünen Kreisverband veranstaltet in Dalle „Ladies Dinner“

06:50 08.10.2021
30 Frauen haben beim „Ladies Dinner“ über Themen wie Familie und Beruf oder Karrierechancen diskutiert.
30 Frauen haben beim „Ladies Dinner“ über Themen wie Familie und Beruf oder Karrierechancen diskutiert. Quelle: Marlies Petersen
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Celle

Der Grüne Kreisverband hatte zum „Ladies Dinner“ eingeladen – darunter als Ehrengäste Elke Gryglewski, Leiterin der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, und Viola von Cramon-Taubadel, Mitglied im europäischen Parlament.

Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen

Die Frauen konnten den idyllischen Biergarten des Traumzeithofes in Dalle nutzen. Es kamen vor allem „nicht-grüne“ Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. „Wir treffen uns, um uns gegenseitig kennenzulernen, die Gedanken auszutauschen, eben zu „netzwerken““, so die Kreisvorsitzende Marlies Petersen.

Ehrengäste haben von ihren Erfahrungen berichtet

Die beiden Ehrengäste berichteten von den Stationen ihrer beruflichen Karriere und ihren Erfahrungen als Mütter und Frauen, sich beruflich und gesellschaftlich zu engagieren.

Aufarbeitung der Vergangenheit diskutiert

Bei Elke Glygewski kamen Fragen der Arbeit in den niedersächsischen Gedenkstätten auf. Hier wurde die Aktualität der gesellschaftlichen Entwicklung und der Stärkung der Demokratie durch die Aufarbeitung der Vergangenheit diskutiert. Auch die Arbeit aus der früheren Tätigkeit als stellvertretende Direktorin und Leiterin der Bildungsabteilung der Gedenk- und Bildungsstätte des Hauses der Wannsee-Konferenz in Berlin bereicherten die Diskussion. Zu ihren Erfahrungen gehört ebenfalls die Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Gedenkstätte Wannsee.

Erfahrung mit der Demokratie-Bewegung

Auch Viola von Cramon-Taubadel hat viel Erfahrung mit der Demokratie-Bewegung. Ihr Schwerpunkt liegt in Osteuropa. In Celle war sie aber vor allem als Podiumsmitglied der Veranstaltung der Böll-Stiftung zum Thema „Der europäische Acker“ aus Januar 2019 bekannt. Ihre berufliche Wurzel ist ihr Studium der Agrarökonomie.

30 Frauen haben beim „Ladies Dinner“ über Themen wie Familie und Beruf oder Karrierechancen diskutiert. Quelle: Marlies Petersen

Frühzeitig in Arbeitsbereiche einbringen

Die 30 Frauen diskutierten auch über persönliche Themen: Wie kann ich Familie und Beruf und vor allem Karriere zusammen bringen? Wie soll eine gute Schule aussehen? Wie bekomme ich bezahlte Arbeitsangebote? Da gab es vor allem eine Antwort: sich frühzeitig engagiert in Arbeitsbereiche einbringen, sich schon im Studium mit dem Arbeitsmarkt vernetzen, ist hilfreich. Mehrheitlich wurde auch gesehen, dass der Beruf, auch wenn die Angebote auf dem Arbeitsmarkt dagegen sprechen, eine Interessen- und Kompetenzwahl sein muss. Eltern sollten nicht verzweifeln, wenn die Berufswahl der Kinder nicht gleich erfolgreich beginnt. Viele Berufe, die jetzt erlernt werden, wird es in der jetzigen Form bald nicht mehr geben.

Wissen ausgetauscht

Aber wenn Frauen sich treffen, geht es auch immer um die großen Fragen: Wie können wir uns eine gerechte Gesellschaft und eine inklusive Schule vorstellen? Die Geschehnisse in Afghanistan und Klimakrise wurden diskutiert. Hierzu gab es viel Wissen, das ausgetauscht wurde. Sich gegenseitig zuhören und die kontroversen Meinungen stehen lassen können, war auch in diesem Jahr die Stärke der Veranstaltung.

30 Frauen haben beim „Ladies Dinner“ über Themen wie Familie und Beruf oder Karrierechancen diskutiert. Quelle: Marlies Petersen

Ideen an Mandatsträgerinnen weitergegeben

Das „Ladies Dinner“ ist eine Möglichkeit, diese Ideen an die ebenfalls anwesenden kommunalen Mandatsträgerinnen weiterzugeben, und diese erfuhren von aktiven Frauen deren Weltsicht und deren Probleme vor Ort.

Fortsetzung im nächsten Jahr

Zum Abschluss versicherte Marlies Petersen, Kreisvorsitzende der Grünen, die Fortsetzung des „Ladies Dinner“ im nächsten Jahr und bedankte sich bei Hülya Günay-Adler, der Geschäftsführerin der Grünen, für die Vorbereitung des Abends.

Von Marlies Petersen

07.10.2021
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