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Fachtagung in Celler Evangelischer Schule stößt auf großes Interesse

06:51 08.10.2021
Michaela Heuer (links) und Hauptreferent Reiner Gall demonstrieren eine Übung aus dem Coolness-Training.
Michaela Heuer (links) und Hauptreferent Reiner Gall demonstrieren eine Übung aus dem Coolness-Training. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Celle

Vertreter der Grundschulen, der Jugendhilfe zahlreicher Träger, dem Jugend- und Sozialamt und dem Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule (RZI) Celle trafen sich zu einem Fachtag in der Evangelischen Schule in Celle, um neue Erkenntnisse zum Thema der konfrontativen Pädagogik zu erhalten. Mehrere Workshops boten praktische Hilfen zur Umsetzung des Erlernten im Alltag.

Inhalte der Trainings erläutert

Die Sporthalle in der Celler Evangelischen Schule im Behrenskamp war nahezu bis auf den letzten Sitzplatz belegt. Gespannt verfolgten die Gäste des ersten Fachtages den Vortrag von Hauptreferent Reiner Gall, Mitbegründer, Referent und Ausbilder des Deutschen Institutes für konfrontative Pädagogik in Hamburg. Zusammen mit Kay Albring, Evangelische Jugendhilfe Münsterland, erläuterte Gall die Inhalte des Anti-Aggressivitäts-Trainings und des Coolness-Trainings und gab Einblicke in die Grundlagen der konfrontativen Pädagogik.

Im richtigen Moment konfrontieren

Nach dem Prinzip der konfrontativen Pädagogik ist es notwendig, soziale Regel- und Normverletzungen bei Kindern und Jugendlichen in dem Moment zu konfrontieren, in dem sie stattfinden. Am Beispiel der Interventionstreppe wurden praxisnahe Methoden vorgestellt, um auf Unterrichtsstörungen reagieren zu können. Gleichzeitig wurden die Möglichkeiten des Coolness-Trainings (Sozialtraining) als präventive Maßnahme erläutert. Das Training ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche zur Verbesserung der Handlungskompetenz in konfliktträchtigen Alltagssituationen. Es fördert selbstbehauptendes und deeskalierendes Verhalten und verbessert die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen.

Workshops mit praktischen Beispielen

Nach dem Einstieg ins Thema der konfrontativen Pädagogik konnten die Teilnehmer in mehreren Workshops praktische Beispiele für die eigene Arbeit ableiten. „Es gab zahlreiche positive Rückmeldungen zu unserem Fachtag“, so Steffen Müller, Schulleiter der Celler Evangelischen Schule. „Besonders die Workshops kamen bei unseren Teilnehmern gut an. Auch wir setzen diese Trainingsmethoden zur Verbesserung der sozialen Kompetenz in jeder Lerngruppe als festen Bestandteil unseres Unterrichts in der Schule ein und haben bisher viele positive Erfahrungen damit gemacht.“

Von Esther Röttger

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