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Digitalisierung der Freiwilligen Feuerwehr Flotwedel schreitet voran

19:05 23.09.2021
Mark Reitmeier, Werner Lichtl und Cord Krüger (von links) bei der offiziellen Einführungsveranstaltung.
Mark Reitmeier, Werner Lichtl und Cord Krüger (von links) bei der offiziellen Einführungsveranstaltung. Quelle: Marcel Neumann
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Wienhausen

Viele Dinge sind irgendwann nicht mehr zeitgemäß und bedürfen einer Überarbeitung und Digitalisierung. Feuerwehrkräfte, die Einsatzstellen auf Waldbrandeinsatzkarten schwer ausfindig machen und Hydranten aufgrund fehlenden Kartenmaterials nur schwer auffinden können, gehören dazu. Diesen Ärgernissen den Kampf angesagt hat die App iKAT (mobiles Infrastrukturkataster). „Die Freiwillige Feuerwehr Flotwedel macht mit der Einführung von iKAT einen riesigen Fortschritt hinsichtlich der Digitalisierung“, freut sich Pressesprecher Marcel Neumann.

Aktuelle Geoinformationen sind als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Fast alle Entscheidungen und Handlungsfelder haben einen Bezug zu Geoinformationen, die damit zu einem wesentlichen Bestandteil des modernen Informationsmanagements geworden sind.

Ortungsfunktion für eigenen Standort

Bei iKAT handelt es sich um eine Software für mobile Tablet-Computer und Smartphones, auf der neben Luftbildern auch Kataster der Gebäude und Grundstücke sowie Karten der Hydranten und Leitungen hinterlegt sind. „Als zusätzliche Funktionen bietet iKAT eine Ortungsfunktion des eigenen Standorts sowie die Möglichkeit, Entfernungen, Flächen oder Umkreise auszumessen“, erklärte der Prokurist der iKAT GmbH, Mark Reitmeier, bei der Einführungsveranstaltung im Wienhäuser Feuerwehrhaus.

Ein Feuerwehrmann bei der Nutzung der App iKAT. Quelle: Fremdfotos/eingesandt

Stellvertretend für die Freiwillige Feuerwehr Flotwedel übernahmen Werner Lichtl (Ortsfeuerwehr Bröckel) und Gemeindebrandmeister Cord Krüger die Projektkoordination in Sachen iKAT. „Die Arbeit mit digitalen Karten auf den hierfür beschafften iPads, welche jeder Ortsfeuerwehr zur Verfügung gestellt wurden, stellt für die Einsatzkräfte eine enorme Arbeitserleichterung dar. Da iKAT von erfahrenen Feuerwehrkameraden für die Feuerwehr und somit auch für die Benutzung in hektischen Situationen oder unter großem Druck entwickelt wurde, ist sie das optimale Werkzeug, um die Einsatzleitung zu unterstützen“, hebt Lichtl hervor.

Daten stehen überall zur Verfügung

Gemeindebrandmeister Krüger stellt außerdem klar: „Durch iKAT ist gewährleistet, dass die Daten der Pläne durch den Dienstleister immer auf den neuesten Stand gebracht werden. Alle Daten stehen offline und überall zur Verfügung.“ Auch in den Reihen der Ortsfeuerwehren freut man sich über die fortschreitende Digitalisierung. In einer Software seien nun alle Informationen gebündelt. So ist es beispielsweise möglich, schnelle Aussagen über den Abstand zwischen Wasserentnahmestelle und Einsatzort oder die Fläche eines Waldbrands treffen zu können, was die Arbeit des Einsatzleiters enorm erleichtert.

Ergänzend hierzu besteht ab sofort die Möglichkeit, von jedem Tablet aus mittels iKAT auf die Kamerabilder der bei der Ortsfeuerwehr Bröckel stationierten Drohne zuzugreifen und sich somit einen besseren Überblick über die Lage zu verschaffen. Da diese mittlerweile auch überregional im Einsatz ist, verfügen alle Tablets über landkreisweites Kartenmaterial, um auch außerhalb der Samtgemeinde Flotwedel bestens aufgestellt zu sein. „Die Freiwillige Feuerwehr Flotwedel ist nun für jeden erdenklichen Fall bestens ausgestattet“, berichtet Neumann.

Von Marcel Neumann

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