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Aktionswochen für Vielfalt: Landfrauen informieren über Eziden

17:37 01.07.2021
Austausch über andere Kultur: (von links) Nefiye Alin-Ortac,Ulrike Brinken, Ann-Katrin Berkhan, Sabine Dralle,Anette Icken, Marianne Gakenholz und Annemarie Strüber.
Austausch über andere Kultur: (von links) Nefiye Alin-Ortac,Ulrike Brinken, Ann-Katrin Berkhan, Sabine Dralle,Anette Icken, Marianne Gakenholz und Annemarie Strüber.
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Celle

Im Landkreis Celle lebt seit mehreren Jahrzehnten eine große Gruppe von Eziden. Die meisten von ihnen sind schon lange integriert und eingebürgert. Dennoch wissen große Teile der Celler Gesellschaft immer noch wenig über ihre Kultur, Religion und Geschichte. Um hier einmal mehr für Transparenz zu sorgen, hatte der Kreisverband der Landfrauen im Rahmen der „Aktionswochen für Vielfalt“ öffentlich eingeladen. Die Referentin des Eingangsvortrags, Nefiye Alin-Ortac, freute sich über die Gelegenheit, in Celle zu sprechen: „In Celle lebt eine der größten ezidischen Communities in der deutschen Diaspora. Immer noch geht es meistens um die Unterschiede zwischen den Kulturen. Der Abend bietet die Möglichkeit, über die Gemeinsamkeiten der Frauen aller Kulturen zu sprechen“, so die ehemalige Abiturientin des Hermann-Billung-Gymnasiums, die heute als Anwältin mit ihrer Familie in Detmold lebt.

Schon vor mehr als zehn Jahren hatte sich der Kreisverband der Landfrauen an einem Projekt des Gleichstellungsbüros der Landkreisverwaltung beteiligt, in dem Landfrauen und Ezidinnen über zwei Jahre hinweg in einer Schreibwerkstatt zusammengearbeitet haben.

Wichtiger Beitrag zur gelebten Integration

Lesungen der Texte des damals entstandenen Buchs standen im zweiten Teil der Veranstaltung im Fokus. „Bisher hatte ich von der Interkulturellen Schreibwerkstatt nur gehört“, so die Vorsitzende des Kreislandfrauenvereins, Ann-Katrin Berkhan. „Durch die Vorbereitungsarbeit habe ich einen tiefen Einblick in das tolle Projekt, die Spuren, die es hinterlassen hat, und über die Eziden allgemein erhalten: ein sehr spannendes Thema.“

Fast 50 Landfrauen und Ezidinnen waren der Einladung in den Kreistagssaal gefolgt und hatten nach dem Podiumsgespräch die Möglichkeit, Fragen an die Referentin und die Podiumsgäste zu richten. Unter den Gästen waren auch einige Teilnehmerinnen der damaligen Schreibwerkstatt, die die Gelegenheit nutzten, Kontakte wiederaufzunehmen und das damals entstandene Netzwerk zwischen Ezidinnen und Landfrauen zu pflegen und zu erweitern – ein wichtiger Beitrag zur gelebten Integration.

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