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Typen Manfred Neumanns Engagement für Unterlüß
Mehr Typen Manfred Neumanns Engagement für Unterlüß
13:28 13.06.2010
Manfred Neumann im Allwetterbad in Unterlüß.
Manfred Neumann im Allwetterbad in Unterlüß. Quelle: Gert Neumann
Unterlüß

UNTERLÜSS. Gelernt hat Manfred Neumann „Heizungsbauer Industrie“, wie es in seinem Zeugnis steht. 37 Jahre lang hat er für eine einschlägig bekannte Firma gearbeitet, ist auf seinen Montage-Reisen oft im Ausland gewesen, ehe er 1992 aus dem Berufsleben ausgeschieden ist. Zu diesem Zeitpunkt wohnte er jedoch schon über 30 Jahre in Unterlüß. 1960 hatte er nämlich seine Frau Bärbel, eine gebürtige Hannoveranerin, geheiratet und war mit ihr in die Südheide gezogen. Gleich im Anschluss seiner Übersiedelung nach Unterlüß trat Manfred Neumann dem örtlichen Schützenverein bei, um schnell mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Da er der Feuerwehr seiner Heimatstadt Werneuchen angehört hatte, wurde er ebenfalls Mitglied der Unterlüßer Brandwehr – wenn auch nur passives. Ganz aktiv dagegen arbeitete er ab 1986 für 15 Jahre im Rat von Unterlüß mit.

Um die Jahrtausendwende wurden die Einwohner von Unterlüß von der akuten Möglichkeit überrascht, dass aus finanziellen Gründen das Schwimmbad geschlossen werden muss. Es bildete sich die „Initiative pro Schwimmbad“ (IPS), die sich den Erhalt des Bades auf ihre Fahne gesetzt hat. Manfred Neumann trat dieser Gemeinschaft bei und arbeitet im Vorstand mit. Ihm wurde „die Koordination der Eigenleistungen“ als Aufgabenfeld zugewiesen. So steht es in einem zeitgenössischen Bericht zu lesen. Manfred Neumann engagiert sich heute darüberhinaus, indem er seine technischen Kenntnisse einbringt. Dass es der IPS gelungen ist, mit viel ehrenamtlichem Personaleinsatz das Unterlüßer Bad zumindest als Vereins- und Schulbad zu erhalten, freut Manfred Neumann und mit ihm wohl die meisten Unterlüßer. „Wir wollen hoffen, dass unser Schwimmbad weiterhin Bestand hat“, drückt Manfred Neumann die allgemeine Erwartung aus.

Wer in den frühen Jahren nach dem Krieg bis in die so genannte Wirtschaftswunder-Zeit ein Haus in Unterlüß errichtete, trat in den Siedlerbund ein. 1978 war es für Manfred Neumann soweit. Das Ehepaar hatte inzwischen ein Haus gebaut und da war der Schritt in den Siedlerbund nur folgerichtig. Manfred Neumann wurde Kassierer. Der Siedlerbund hat inzwischen den zeitgemäßeren Namen „Verband Wohneigentum“ angenommen, er ist jedoch nach wie vor „eine tragende Säule des Gemeinschaftslebens in Unterlüß“, stellt Manfred Neumann fest. Seine jahrelange Mitarbeit ist mit der Silbernen Ehrennadel gewürdigt worden. Eine solche Ehrennadel hat Neumann gleichfalls vom örtlichen DRK bekommen, dem er ebenfalls seit 1978 angehört. „Außerdem helfe ich noch in der hiesigen Friedenskirche“, schließt Manfred Neumann die Aufzählung seiner Tätigkeiten ab, die alle zum Wohle von Unterlüß beitragen.

Von Udo Genth