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14:39 13.06.2010
Klaudia Garrelfs bei einer gemütlichen Runde Bridge am Gartentisch mit Freunden.
Klaudia Garrelfs bei einer gemütlichen Runde Bridge am Gartentisch mit Freunden. Quelle: Torsten Volkmer
Winsen (Aller)

Garrelfs selbst ist begeisterte Kartenspielerin. „Ich habe schon immer gern Karten gespielt“, gesteht sie. Zum Bridge-Spielen sei sie durch eine Freundin gekommen. Diese sei auf eine Annonce gestoßen, in der eine Dame Bridge-Unterricht anbot.

Seit 1993 sei sie Mitglied im Celler Bridge-Club, erzählt Garrelfs. Man brauche Konzentrationfähigkeit und Kombinationsgabe. Man spiele mit festem Partner und wechselnden Gegnern. Als Vorstandsmitglieder ihr die Unterstützung zusicherten, fasste sie den Mut, das Amt der ersten Vorsitzenden zu übernehmen. „Ich kümmere mich um die Organisation, dass alles im Club rund läuft und er nach außen gut vertreten wird.“ Außerdem organisiert sie Freundschaftsspiele und Pokalturniere.

Der gute Kontakt zu Menschen durch persönliche Ansprache sei ihr immer wichtig. „Es kommt darauf an, dass der Bridge-Club für Mitglieder ein Stück Heimat ist. Diese sollen ernst genommen werden“, stellt Garrelfs klar. „Manche Leute sagen, ich mache es sehr persönlich“, beschreibt sie Reaktionen auf ihre Umgangsform.

In Bezug auf die Clubmitglieder könne sie feststellen, dass der eine von dem anderen gelernt hat. Sie habe etliche gute Spiele initiiert, und dadurch sei das Niveau angehoben worden, erzählt Garrelfs. Auch eine gute Clubatmosphäre sei ihr wichtig. Das sei im TuS-Heim der Fall, in dem die Bridge-Turniere stattfinden.

Außerdem habe sie schon einmal eine dreitägige Wochenendreise für Clubmitglieder organisiert, damit diese sich noch besser kennenlernen können.

Durch ihr Engagement als Vorsitzende habe sie noch intensiver gelernt, auf Menschen zuzugehen, erzählt Garrelfs. Gern vermittelt sie Menschen, die in Celle zu Gast sind, Partner für Bridge-Spiele. Garrelfs versteht Bridge-Spielen als sportliche Sache. Die Geselligkeit komme nicht zu kurz.

Seit zehn Jahren ist die Mutter von zwei erwachsenen Kindern nicht mehr berufstätig.

Sie selbst sei offen, spontan, ehrlich, beharrlich und zielorientiert, gesteht sie. Geduldig sei sie bis zu einem gewissen Grad. Auf die Frage, ob sie Humor habe, meint sie: „Ich gebe zu, dass ich gut lachen kann.“

Das Amt der ersten Vorsitzenden wolle sie irgendwann in jüngere Hände legen, meint Garrelfs. „Andere müssen eine Chance haben, ihre Ideen auszuleben“, fügt sie hinzu.

Die alleinstehende Mutter von zwei erwachsenen Kindern hat viele Aufgaben und Interessen. Sie kümmert sich um ihre alte Mutter, die gerade als Frau von über 90 Jahren ins Heim gekommen ist. Im Haus und im Garten hat Klaudia Garrelfs auch einiges zu tun.

Von Anne Marx