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Typen Celler Kanuten beweisen Nerven
Mehr Typen Celler Kanuten beweisen Nerven
13:41 13.06.2010
Celle Stadt

KOLBNITZ (cz). Erfolgreich präsentierte sich das Wildwasser-Rennsportteam der Kanu-Gesellschaft Celle auf der 55. Deutschen Meisterschaft im Wildwasserrennsport. Auf der Möll bei Kolbnitz in Kärnten waren sie in Bestform. Vier nationale Titel, vier Vizemeisterschaften und einmal Bronze sind die Ausbeute dieser Titelkämpfe, kein Teilnehmer der KGC kehrt ohne Medaille heim.

Für einen großen Erfolg in den Einzelrennen der männlichen Schüler sorgten dabei die Brüder Jan Ole und Tim Ruben von Hartz. Sie entschieden in ihren jeweiligen Altersklassen den Sprint und das Classic-Rennen für sich. Beide jungen Sportler bewiesen eiserne Nerven und Kampfgeist und setzen sich gekonnt gegen die Konkurrenz durch.

Für Markus Terres und Rasmus Antons lag im ersten Jahr bei der männlichen Jugend die größte Chance auf einen Podestplatz in der Mannschaft, für die sich die KGC extra mit Lars Wölker verstärkt hatte. Im Team- Sprint lagen die drei schon nach dem ersten Versuch auf Rang 3. und holten sich am Ende die Deutsche Vizemeisterschaft im Sprint. Im Classic holte die KGC-Mannschaft gegen nominal stärkere Mannschaften das zweite Silber.

In der Einzelwertung waren es vor allem Markus Terres und Rasmus Antons, die zu überzeugen wussten. Im Sprint gelang Antons mit Platz 9 der Sprung unter die Top-ten, Terres zeigte mit Platz 14 für das erste Jugendjahr eine respektable Leistung.

Im Classic konnte Markus Terres dann aber nichts mehr aufhalten, fast hätte es schon im Jahr 1 bei der Jugend zu einem Platz auf dem Podest gereicht. Auch wenn es nach rund 16 Minuten Fahrzeit am Ende mit nur 2,4 Sekunden Rückstand auf Bronze der 5. Platz wurde, kann Markus sich über eine gute Einzelleistung freuen.

Rasmus Anton lieferte dicht dahinter mit Platz 8 ebenfalls ein ausgezeichnetes Ergebnis ab. Lars Wölker erpaddelte im Sprint Platz 17 und im Classic Rang 14.

Mike Marwede hatte während der Titelkämpfe mit einer starken Erkältung zu kämpfen und konnte mit Rang 27 im Sprint und Platz 13 im Classic zunächst nicht die erhofften Ergebnisse einfahren. In der Mannschaft der niedersächsischen Renngemeinschaft blieb Marwede aber dennoch ein verlässlicher Partner. So gelang es ihm mit unglaublichem Kampfgeist zunächst im Sprint mit dem Renngemeinschaftsteam Bronze einzufahren. Im abschließenden Classic-Mannschaftswettbewerb steigerte Marwede sich sogar noch erheblich. Fast hätte es am Ende sogar zu Gold gereicht, die erkämpfte Vizemeisterschaft war aber unter den gegebenen Umständen schon ein großer Erfolg.

Altmeister und Landestrainer Olaf von Hartz stand nach diesen Erfolgen seiner Schützlinge schon unter einigem Druck, bei den Masters B im KI wenigstens eine Medaille zu erringen, auch wenn das für ihn, als mittlerweile einer der Ältesten seiner Kategorie, immer schwerer wird.

Im ersten Versuch, dem Sprint, gelang das noch nicht ganz, 8/10 Sekunden trennten ihn als Vierten am Ende von der Bronzemedaille. Im Classic lief es dann deutlich besser, mit einer starken Fahrzeit holte von Hartz die Vizemeisterschaft. Im Team- Wettbewerb errang er dann noch mit der zweiten Herren- Mannschaft der Renngemeinschaft einen achtbaren 6. Platz.

Nach den großen Erfolgen auf der Norddeutschen Meisterschaft zu Pfingsten auf der Warnow hat das KGC-Wildwasserrennsportteam nun auf der Deutschen Meisterschaft mit diesen Ergebnissen alle Erwartungen erneut weit übertroffen.

„Besser hätte es kaum laufen können“ freute sich KGC-Sportwartin Eike von Hartz nach vier aufreibenden Wettkampftagen hoch zufrieden über das Abschneiden ihrer Sportler. Besonders die Erfolge des Nachwuchses geben Anlass zu der Hoffnung, dass auch in Zukunft die KGC ein zuverlässiger Medaillenlieferant in der Celler Sportszene bleiben wird.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt