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Wer sich bei Freunden ein Auto ausleiht, sollte auf so manche Unwägbarkeit vorbereitet sein. Eine Glosse von Audrey-Lynn Struck.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 12. Juli 2021 | 12:01 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 12. Juli 2021 | 12:01 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Wer kein eigenes Auto hat und es von Freunden oder Familie leiht, muss genau aufpassen, dass er sich vorher alle Macken gemerkt hat. Das mussten mein Freund und ich am vergangenen Wochenende am eigenen Leib erfahren. Da gibt es die klassischen Sätze wie "Wundere dich nicht: Die Beule hinten links, die war da schon" oder "Die Tür richtig mit Kraft zuschlagen, die will sonst nicht". Ein guter Freund von mir kann zum Beispiel seine Fahrertür nicht mehr von außen aufmachen, sondern nur noch über die Hintertür. Die wohl längste Gebrauchsanleitung für ihren geliebten Wagen haben jedoch meine Eltern. Über 140 Kilometer pro Stunde macht der Wagen bei einer langen Strecke generell nicht mehr mit. Wenn es ihm zu bunt wird, leuchtet eine gelbe Kontrollleuchte auf. Dann heißt es rechts ranfahren, dem Wagen eine kurze Pause gönnen und dann weiterfahren.

Beim Autoschlüssel gibt es eine ganze Reihe an Tücken und Tricks. Manchmal lässt er sich nicht rumdrehen. Dann dreht er zu weit durch. Und so gab es für meinen Freund und mich einen Zweitschlüssel mit auf den Weg – nur für alle Fälle. Wir wähnten uns in Sicherheit. War ja schließlich nicht das erste Mal, dass wir mit einem anderen Auto fahren.

Einen Tag später hatten wir den Salat. Der Schlüssel ließ sich umdrehen, die Türen waren richtig zu, nur der Wagen sprang nicht an. Die Batterie war leer. Vielleicht fahren wir das nächste Mal einfach mit dem Zug. Besser für die Umwelt ist es allemal.

Von Audrey-Lynn Struck

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