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Wasser

Was ein Rauschen so alles ausmachen kann .... Eine Glosse von Jürgen Poestges.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 29. Okt. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 29. Okt. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Es ist ja so: Wenn man in den Urlaub fährt und am Zielort ankommt, dann möchte man ja seine Ruhe haben. Und jegliche nicht-natürlichen Geräusche stören die Erholung. Warum ich Ihnen das erzähle?

Richtung Südtirol

Es war Mitte Oktober. Zum ersten Mal in meinem Leben ging die Urlaubsfahrt Richtung Südtirol, Meran – und eben auch Italien. OK, die Autofahrt hat sich gezogen, trotz Abwechseln am Steuer. Und im Dunkeln war es auch nicht so einfach, die richtige Straße zu finden, an der das Haus mit der Ferienwohnung lag. Die Kupplung des Autos kann ein Lied davon singen. Denn nach einmal falsch Abbiegen musste ich rückwärts einen recht steilen Weg wieder hoch. Es hat ein wenig streng gerochen und gequalmt hat es auch. Aber ich schweife ab.

Über den Dächern Merans

Nun, endlich angekommen und die Wohnung bezogen, ging es erst einmal auf den Balkon. Von dort hatte man einen eindrucksvollen Blick über die Lichter von Meran. Allerdings war auch ein ständiges Rauschen zu hören. „Da scheint ja reichlich Verkehr zu sein auf den Straßen. Dass man das so deutlich hört, ist schon nervig“, dachten wir uns.

Die Passer rauscht

Am nächsten Tag sah die Sache dann aber bei Licht betrachtet ganz anders aus. Denn beim ersten Stadtgang den Weinberg hinunter stellten wir fest, dass es sich mitnichten um Autos handelte. Denn, ach wie schön: Es war ein munteres Flüsschen, die Passer, die durch ihr steiniges Bett floss und so das Rauschen verursachte. Und, was soll ich sagen: Von dem Moment an war das Geräusch gar nicht mehr schlimm, sogar beruhigend – war ja Natur ...

von Jürgen Poestges

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