Fahrradstadt

Vorsicht, Radler!

Auf dem Weg zur Fahrradstadt sollten die Radfahrer in Celle Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen, meint Klaus M. Frieling.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 24. Juni 2021 | 10:28 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 24. Juni 2021 | 10:28 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Nicht ganz so heiß, dafür trocken – wir erleben derzeit herrliches Radfahr-Wetter. Da nutze ich meinen Drahtesel doch gern auch fürs tägliche Pendeln zur Arbeit. Und muss mich dann wieder mal über den einen oder anderen Mitmenschen wundern.

Zeitgeistig und erfreulich

Die Fachwerkstadt Celle soll ja Fahrradstadt werden. Das ist so zeitgeistig wie erfreulich. Ein entsprechendes Verkehrskonzept hat durchaus das Potenzial, die Lebensqualität aller Bewohner weiter zu verbessern. Doch mit dem forcierten Ausbau innerstädtischer Fahrradwege muss auch entsprechendes Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten verbunden sein. Nein, nicht nur die Autofahrer müssen Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer nehmen, auch die Radler selbst sind in der Pflicht: In der Fußgängerzone etwa ist angesichts spurtstarker Möchtegern-Rennprofis und bulliger Fatbiker von Rücksichtnahme oft wenig zu spüren, geschweige denn von Unrechtsbewusstsein. Und nein, Radfahrer müssen sich nicht dauerklingelnd auf dem Bürgersteig ihren Weg bahnen, wenn direkt nebenan eine Radspur existiert.

"Auch auf Radwegen gibt's Blödheit"

„Das Tolle auf Radwegen: Es begegnet einem genauso viel Aggression und Blödheit“, hat der unerschrockene Autor und Moderator Micky Beisenherz vor ein paar Tagen getwittert. „Man ist lediglich komplett schutzlos.“ Spätestens dieser Gedanke, die Einsicht in die eigene Verletzlichkeit, sollte alle Beteiligten zum Miteinander im Straßenverkehr animieren. Nur dann kann der Begriff „Fahrradstadt“ seinen Schrecken für Fußgänger verlieren.

Von Klaus M. Frieling

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