Zum Impfen ins Ausland

Spritztour

Anstatt Milliarden in Kurzarbeit zu stecken: Warum schickt die Regierung die Bürger zum Impfen nicht ins Ausland? Eine Glosse von OIiver Gatz.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Mai 2021 | 12:47 Uhr
  • 13. Juni 2022
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  • 15. Mai 2021 | 12:47 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Die Impfkampagne gewinnt an Fahrt. Immer mehr Menschen in Deutschland erhalten die lang ersehnte Spritze gegen Corona. Doch das Land hinkt beim Schutz gegen das Virus international nach wie vor hinterher. Wem das Ganze nicht schnell genug geht, kann sich auf andere Art und Weise das Vakzin besorgen – und dabei das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Wollten Sie schon immer mal nach Moskau? Reizt Sie der Kreml? Dann buchen sie jetzt eine „Spritztour“ nach Russland. Tolle Sehenswürdigkeiten, Sputnik V inklusive. Der Trip kostet schlappe 1150 Euro – 150 Euro für die Impfung und 1000 Euro für die Reise samt Flug.

Vakzin und Vacation – eine geniale Kombination

Wer dem russischen Impfstoff skeptisch gegenübersteht, dem bieten Reiseveranstalter auch andere Destinationen wie zum Beispiel USA oder Serbien an. Da gibt’s auch anderen Stoff. Vakzin und Vacation – eine geniale Kombination, die quasi der Turbo für die deutsche Impfkampagne werden könnte. Impf-Urlaub auf Staatskosten: Warum ist in Berlin noch niemand darauf gekommen?

Reiselust der Deutschen wäre Schlüssel zu mehr Impfungen

Anstatt Milliarden in Kurzarbeit und Soforthilfen zu stecken, sollte die Regierung die Bürger auf einen entspannten Impf-Trip ins Ausland schicken. Die Deutschen sind ja bekanntermaßen Urlaubs-Weltmeister. Sie würden das Gratis-Angebot dankend annehmen – gerade in den öden Pandemie-Zeiten, wo sowieso fast nichts geht. Die Reiselust der Deutschen wäre der Schlüssel zu mehr Impfungen. Und das Tollste: Selbst die Querdenker und Corona-Leugner würden mitmachen. Auf Kosten von „Mutti“ ins Ausland? Da kapitulieren selbst die ärgsten Gegner der Kanzlerin. Keine Frage: Es wäre der Todesstoß für das hässliche Virus – wenn auch ein teurer.

Von Oliver Gatz

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