Urlaubspläne

In der Minderheit

Wenn Urlaubswünsche wie Seifenblasen zerplatzen. Eine Glosse von Susanne Harbott

  • Von Cellesche Zeitung
  • 25. Nov. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 25. Nov. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Wie mein Kollege Oliver Gatz kürzlich schon schrieb, dass in seiner Familie bei der Wahl der Urlaubsziele Demokratie herrscht, so halten wir das auch in meiner Familie. Und auch ich musste mich bei der Planung des Familien-Urlaubs für das kommende Jahr der Mehrheit beugen – nur dass meine beiden Liebsten dabei noch ein As im Ärmel hatten, das sie gnadenlos ausspielten.

Traum vom Sonnen-Urlaub unter Palmen

Nachdem wir in diesem und einigen vorangegangenen Jahren zunächst aus familiären Gründen und dann aus Vorsicht wegen der Corona-Pandemie ein Ferienhaus an der dänischen Küste gebucht hatten, was grundsätzlich ganz toll war, wähnte ich uns im kommenden Jahr aber endlich mal wieder irgendwo unter Palmen am Strand. Sonnengarantie. Mal nicht kochen, putzen, Betten machen oder Wäsche waschen müssen während des Urlaubs. Mich einfach verwöhnen lassen, so richtig faul sein und erholen – so hatte ich mir das vorgestellt. Und ich hatte fest damit gerechnet, dass meine Tochter und mein Mann das ähnlich sehen würden. Aber nix da!

Trumpfkarte gezogen

Keine Abwechslung, kein Sonnen-Urlaub ist gewünscht. Nein, die Trumpfkarte, die die beiden auch noch als Mehrheit ausspielten, waren unsere Hunde. „Wer weiß, wie lange wir die beiden noch haben... Du weißt doch, wie sehr Peaches und Molly das Meer und den Strand lieben...“ Und damit hatten sie mich schließlich auf ihre Seite gezogen. Natürlich können wir unsere beiden Goldie-Damen nicht mit uns in einen Flieger setzen und an einem Pool rumfaulenzen lassen bei vielleicht 35 Grad im Schatten – das wäre so gar nichts für die beiden. Unsere Hunde lieben es bei kühleren Temperaturen wie verrückt am Strand herum zu toben. Also Dänemark – nächstes Jahr kommen wir wieder.

Von Susanne Harbott

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