Youtube-Perlen

Lötlehrgang

Bei Youtube kann man unerwartet einiges Lernen und in Kindheitserinnerung schwelgen. Eine Glosse von Benjamin Behrens

  • Von Cellesche Zeitung
  • 26. Apr 2022 | 08:00 Uhr
  • 13. Jun 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 26. Apr 2022 | 08:00 Uhr
  • 13. Jun 2022
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Celle.

Youtube ist sicher eine meiner am meisten genutzten Social-Media-Plattformen. Manchmal werden da einfach zum Entspannen Sendungen wie "Terra X" geschaut oder Bushcraft-Kanäle oder, oder, oder. Oft interessiert mich von Berufs wegen auch einfach das Videomacher-Handwerk.

Interessante Empfehlungen

Und manchmal flattern unerwartet Perlen in die Vorschläge. Gestern Morgen war das: „Meister Röhrichs Lötlehrgang“ von Werner-Erfinder-Bruder (Was für ein Wort) Andi Feldmann. Dessen Lehrzeit zum Installateur für „Gas-Wasser-Schei...“, wie Meister Röhrich selbst am Telefon Kunden begrüßte, war nämlich das Vorbild für Werners Erlebnisse mit dem tüddeligen Meister und dessen Gesellen Eckard. Anfangs stand in den Comics noch der reale Firmenname des Betriebs in Flensburg – fand der Chef gar nicht lustig.

Löten lernen mit Fachmann

Aber zurück zum Lötlehrgang. Angeklickt und fasziniert eine halbe Stunde zugeschaut, wie Andi die verschiedenen Metalle, ihre Eigenschaften und welches Lötmittel man nehmen sollte, erklärt. Ein undichter Motorradtank wird mit Messinglötstab abgedichtet. Messingstab-Lötmittel etwas erhitzen. „Dann halten wir das in Flussmittel rein, das ist ganz scharf säurehaltig und reinigt die Lötstelle“, erläutert der „Lehrmeister“, der übrigens auch Röhrich in den Filmen spricht. Stahl, Gusseisen, Kupfer, Messing, alles wird fröhlich verlötet – ich gucke fasziniert zu.

Kindheitserinnerungen

Als Kind hab' ich selbst ein bisschen löten gelernt, von meinem Opa, in seiner heimischen Werkstatt. Das Video wird zum Nostalgietrip, als Andi erklärt, dass bei „dem tollen Radio-Lötzinn das Flussmittel schon integriert ist“. Ja, so war das und in einer Schublade bei meinen Eltern liegen auch noch zwei Rollen einsatzbereit beim Lötkolben.

Von Benjamin Behrens

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