Spendenwerbung

Stifte sammeln

So ein Kugelschreiber ist ja ein nettes analoges Gadget. Dich derzeit wird es schnell zu viel mit der Freude, meint CZ-Redakteur Klaus M. Frieling.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Dez. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Dez. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Alle Jahre wieder ist die besinnliche Zeit auch die des Geschenkekaufens und Wunschzettelschreibens. Und weil auch und gerade inmitten des vorweihnachtlichen Trubels Not und Elend anderer nicht vergessen werden dürfen, laufen jetzt auch die Spendensammler traditionell zur Hochform auf. In den letzten Monaten des Jahres wird erfahrungsgemäß gerne für die gegeben, denen es nicht so gut geht.

Zum Spenden motivieren

Eine schöne Tradition. Mit Blick auf das biblische Geschehen mit Jesuskind und Heiligen drei Königen lassen sich viele Menschen zum Spenden motivieren – Geben ist nun mal seliger denn Nehmen. Zunehmend aber füllen sich die Briefkästen nicht mehr nur mit Bittbriefen der Hilfsorganisationen. Irgendwann hat mal eine karitative Gruppe eine kleine „Beigabe“ ins Kuvert gelegt. Mittlerweile kann ich mich im Advent kaum noch vor Kugelschreibern retten, auf denen der Name der jeweiligen Bittsteller prangt.

Viel zu viele Grußkarten

Gut, es kann nie schaden, ein Schreibutensil in petto zu haben, doch mittlerweile quellen meine Schreibtisch-Schubladen über. Und wegwerfen möchte man die gutgemeinten Stifte ja auch nicht. Es geht ja auch noch weiter mit dem Überfluss: Auch wenn die mancher Spendenwerbung beigelegten Weihnachtsgrußkarten durchaus prachtvoll sind – ich kann sie beim besten Willen nicht alle verschicken (selbst wenn ich diese Form des guten Wunsches der versendeten E-Mail oder dem WhatsApp-Gruß vorziehe).

Bitte besinnt Euch auf das Wesentliche! Wenn ich spende, möchte ich nicht denken müssen, dass das Geld anstelle von Hilfen für Werbekulis ausgegeben wird.

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