Meinung

Sommer?

Ach wie trübe kommt der Mai daher. Kalt ist es, ungemütlich und ständig dieser Regen, Regen, Regen. Doch ein Lichtblick wärmt uns in diesen Tagen das klamme Herz.

  • Von Gunther Meinrenken
  • 11. Juni 2014 | 10:50 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Gunther Meinrenken
  • 11. Juni 2014 | 10:50 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Der Sommer ist nah, so die frohe Kunde, die uns überall auf den Straßen begegnet – auf den Wahlplakaten des rot-grünen Spitzenkandidaten für das Landratsamt, Gerald Sommer. „Wählen Sie den Sommer“, ruft uns selbiger mit einem Lächeln strahlender als ein Atomkraftwerk entgegen. Das verspricht weit mehr als nur schnöde Politik. Das riecht nach saftigen Blumenwiesen im Sonnenschein, schmeckt so süß wie Himbeereis am Badesee, hört sich an wie Kinderlachen im Freibad, kitzelt wie eine milde Sommerbrise auf der Haut – das klingt nach Urlaub das ganze Jahr. Das erinnert ein bisschen an einen Werbespot der Reiseindustrie. Doch am Ende meint Sommer damit gar nicht ewige Ferien und schöneres Wetter, dieses Versprechen erstickt im Keim. Am Ende meint er nur sich selbst. Aber wird unser Leben wirklich besser, wenn wir diesen Sommer buchen? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass die Wähler, die es lieber mit der Gegenseite halten, auch schon eine passende Antwort parat haben: „Ohne meinen Wiswe sage ich nichts.“