Veränderung beim Grillen

Gasgrill vs. brutzeln mit Holzkohle

Von den Tücken beim Wechsel von Holzkohle zu Gas: Eine Glosse von Uwe Meier, der sich kürzlich einen neuen Grill angeschafft hat.

  • Von Uwe Meier
  • 28. Apr. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Uwe Meier
  • 28. Apr. 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Die Frage scheint durchaus berechtigt: Gasgrill oder brutzeln mit Holzkohle? Ich will hier keine Diskussion entfachen, auf welche Art und Weise Nackensteak oder Würstchen denn nun den besten Geschmack entwickeln. Die Meinungen würden höchst unterschiedlich ausfallen. Einige vertreten sicherlich auch die Auffassung, dass man gänzlich auf Fleisch verzichten könnte. Aber wie gesagt: Darum geht es hier nicht – zumindest nicht vorrangig. Doch auf jeden Fall ist es so, dass die Grillsaison eröffnet ist. Es wird wieder vermehrt unter freiem Himmel gebraten und geschlemmt - einfach herrlich.

Wechsel von der Holzkohle zum Gasgrill

Bisher gehörte ich zu der Fraktion, die Grillen mit Holzkohle favorisierte. Aber ich habe mit breitschlagen lassen. „Wenn du mit Gas grillst, geht es einfach schneller“, war eines der Argumente, die mir aufgetischt wurden, „den Gasgrill machst du einfach nur an und sofort kann es losgehen. Mit Kohle brauchst du viel länger.“

Drei Stunden zusammenmontieren

Also gut. Irgendwann standen zwei große Kartons auf der Terrasse. Der Inhalt: Ein in seine Einzelteile zerlegter Gasgrill samt einer 32-seitigen Aufbauanleitung. „So, so“, dachte ich im Stillen, „das geht also schneller.“ Ich machte mich ans Werk, um aus den unzähligen kleinen Teilen eine Einheit zu schaffen. Nach gut drei Stunden war es geschafft. Stolz blickte ich auf den komplett zusammenmontierten neuen Gasgrill. „Es kann losgehen“, offerierte ich meiner Frau, die daraufhin etwas verdutzt schaute und fragte: „Womit denn?“ Ihre Überraschung war nicht gespielt. Etwas Leckeres zum Grillen hatten wir nicht im Haus.

Grillgut besorgen nicht vergessen

Der Gedanke, der mir daraufhin durch den Kopf ging: Vielleicht dann doch wieder Holzkohle? Zumindest hätte man in der Phase, die die Kohle braucht, um auf Temperatur zu kommen, genügend Zeit, um Grillgut zu besorgen.