Spo(t)t

Motivation

Aller-Schwimmer und winkendes Kleinkind: Motivationsverlust auf dem Weg zur Arbeit. Ein Spott von Jürgen Poestges.

  • Von Jürgen Poestges
  • 24. Mar 2022 | 08:00 Uhr
  • 13. Jun 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 24. Mar 2022 | 08:00 Uhr
  • 13. Jun 2022
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Celle.

Sie kennen das wahrscheinlich auch: Es gibt Tage, da wäre man am besten gleich im Bett geblieben. Mir geht es zwar nicht oft so, aber ich erinnere mich an einen Morgen – es muss wohl Ende Januar oder Anfang Februar gewesen sein. Auf jeden Fall strahlte die Sonne vom blauen Himmel, aber es war wirklich saukalt.

Hochmotiviert nach zwei Kaffee

Ich war, wie eigentlich jeden Morgen, stolz darauf, rechtzeitig aufgestanden zu sein, und nach den beiden Tassen Kaffee auch hochmotiviert, einen neuen Tag mit neuen Abenteuern, die vor der Haustür warten, anzugehen. Also schwang ich mich auf mein Fahrrad und machte mich auf in Richtung Redaktion der Heimatzeitung – gut gelaunt, noch.

Dämpfer auf der Pfennigbrücke

Schon auf den Pfennigbrücke gab es aber den ersten Dämpfer des Tages. Da sah ich, wie ein Mann, wohl Bewohner eines Hauses mit Garten bis hinunter zur Aller, sich von seinem kleinen Steg in die Fluten stürzte. Zu dieser Jahreszeit – und um kurz vor halb 9 morgens. Da ging meine Motivation schon ein klein wenig zurück. Ich fühlte mich schlecht. Zu sehen, was andere Menschen morgens so machen, während ich schon stolz auf das Aufstehen bin, war nicht ermutigend.

Es kam noch schlimmer

Es sollte aber noch schlimmer kommen. Ich dachte, ich sei recht flott unterwegs mit dem Rad. Aber nur bis zum Schloßplatz. Denn da überholte mich ein Mann mit Kindersitz samt Kind hinten auf dem Gepäckträger recht zügig. Zu allem Überfluss lächelte mir der kleine Junge noch verschmitzt zu und winkte im Vorbeifahren. Es gibt halt Tage, da bleibt man besser im Bett ...