Wo soll's hingehen?

Urlaub zu Hause

Lockerungen beim Lockdown gelten jetzt auch für das Beherbergungsgewerbe: die beste Zeit, das eigene Bundesland neu zu entdecken. Eine Glosse von Svenja Gajek.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 10. Mai 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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  • 10. Mai 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Es geht voran: Jetzt gilt also eine Lockerung des Lockdowns auch bei Hotels und anderen Beherbergungsstätten. Allerdings dürfen nur die sogenannten Landeskinder anreisen. Dann kann ich also als Niedersächsin Urlaub in Niedersachsen machen. Toll, da wollte ich schon immer mal hin. Soll ja ganz schön sein, habe ich gehört.

Hannover besuchen

Aber was könnte ich mir denn dort ansehen, in dieser unbekannten Gegend: die Lüneburger Heide, den Harz, die Nordsee? Oder soll ich die Landeshauptstadt besichtigen? Ohne Zweifel eine der schönsten Städte der Welt. Der Besucher eines Online-Reiseportals schrieb: „Irgendwie langweilig und die Leute sind komisch.“ Klingt genau nach meinem Geschmack.

Nette Leute treffen

Was sind schon Italien, Griechenland, die Seychellen oder Malediven gegen unser schönes, flaches Bundesland? Gut, man sollte mit Wind und Regen kein Problem haben und das Meerwasser ist vielleicht etwas trüb. So richtig warm ist es auch eher selten. Aber ich freue mich jetzt schon auf die Begegnung mit den Einheimischen. Sie sollen ja sehr offen und freundlich sein.

Spannendes erleben

Vielleicht bleibe ich aber doch lieber zu Hause. Dann spare ich mir den weiten Weg. Es gibt schließlich eine Menge Dinge, mit denen man sich in den eigenen vier Wänden ablenken kann: Nasebohren, Staubsaugen, Geschirrspülen. Ein Tagesausflug in den Wald gegenüber wäre natürlich auch nicht zu verachten. Das Praktische daran ist, dass man jederzeit wieder umkehren kann, um die Toilette zu benutzen – und man muss sie sich nicht mit fremden Menschen teilen. Goethe hatte schon recht, wenn er meinte: „Das Gute liegt so nah.“

Von Svenja Gajek

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