Gesunder Saft mit Rucola

Die Ekel-Smoothie-Challenge

Was bringts für die Gesundheit, wenn man die grüne Ekelbrühe gar nicht runterbekommt? Katharina Baumgartner testet sich durch die Rezeptwelt der Smoothies.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 10. Mar 2022 | 07:59 Uhr
  • 13. Jun 2022
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  • 10. Mar 2022 | 07:59 Uhr
  • 13. Jun 2022
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Celle.

Jetzt mal ehrlich: Schaffen Sie es fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen? Ich leider nicht. Es ist der niedere Instinkt der Küchenfaulheit, der mich von meinen frischen Vitaminboostern abhält. Ich bin zu bequem den Apfel zu schneiden, die Orangen auszupressen oder die Möhre zu schälen. Wie kann ich also mit minimalem Aufwand mir das größtmögliche Gesundheitsextra verpassen? Natürlich: Smoothies! Alle Zutaten in den Mixer werfen und schon erledigt die Maschine die Arbeit. Raus kommt eine pürierte Schlürf-Erfahrung, die meiner Gesundheit guttut.

Grüne Smoothies - lecker siehts nicht aus

Jeden Morgen gibts es jetzt einen Ingwershot mit Orange, Zitrone und Kurkuma – dem Pürierer sei Dank. Aber mit der Zeit wirds langweilig. Also werde ich etwas experimenteller. Grüne Smoothies strotzen nur so vor Mineralien und Vitaminen. Saft von Limetten, Ingwer für die Schärfe, ein bisschen Mango für den fruchtigen Kick und für die Farbe – und das gute Gefühl: Rucola. Jetzt musste ich nur noch meine neuste Kreation unter die Menschen bringen. Mein Testproband schaute mich etwas schief an als ich ihm das Getränk unter die Nase hielt. Nun ja, es sah aus wie Entenschnodder und damit alles andere als appetitlich. Aber hey, was macht man nicht alles für die Gesundheit. Mit drei Zügen leerte er das Glas und fand, dass es gar nicht mal sooo schlecht schmeckte und irgendwo käme auch die Süße der Mango durch.

Schmeckt nach vermoderte Wiese

Also nahm auch ich einen großzügigen Schluck meines pürierten superdupergesunden Drinks und ich machte dicke Backen. In der Konsistenz dicker Schleim, der Geruch von Fäulnis und geschmacklich kam da im Abklang vermoderte Wiese durch. Da gab es nur eine Möglichkeit meinen Körper auszutricksen: Schnell trinken bevor der Würgreflex einsetzt. Funktioniert hat es nicht. Es war nur widerlich. Was bringt also die Vitaminbombe, wenn man die Ekelbrühe gar nicht runterbekommt? So faul kann man gar nicht sein, dass man so etwas gerne trinkt. Ich habe meine Lehre daraus gezogen: Seitdem schnipple ich mit viel Hingabe mein Gemüse, denn Rucola schmeckt im Salat so viel besser als püriert.

Von Katharina Baumgartner

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