Celler Journalist in Rage

Heimwerken will gelernt sein, Gelassenheit auch

Ja, als Heimwerker kann man schon etwas erleben. Am Sonntag wurde ich zu Detlef Steves als ein Regal sich nicht so anbringen ließ, wie ich das wollte.

  • Von Andreas Babel
  • 06. Juli 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Andreas Babel
  • 06. Juli 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
Anzeige
Celle.

Am Sonntag war es fast soweit. Meiner Frau sagte ich wutentbrannt: „Wenn jetzt das Fenster offen wäre, würde ich das Teil rausschmeißen.“ Was war passiert? Nachdem die Maler, Fußbodenleger und Türmonteure ihre Arbeit in unserem Haus erledigt hatten, war nun Möbelzusammenbauer Babel gefragt. Den TV-Schrank unseres neuen Wohnzimmer-Ensembles hatte ich schon vor einigen Tagen aufgestellt. Nun war am Samstagvormittag die erste von zwei baugleichen Vitrinen dran. Die war in schlanken drei Stunden zusammengezimmert – ein diffiziles Unterfangen mit drei Glasscheiben und jeder Menge lackierten Brettern. Dasselbe Spiel am Sonntagvormittag mit der zweiten Vitrine:. Dieses Mal war ich ein wenig schneller.

Der Abschluss sollte schnell sein

Zum Abschluss sollte nun noch ein Regal an die Wand kommen. Doch statt zweier simpler Vorrichtungen auf der Rückseite waren dort zwei Hightech-Hakenaufnehmer anzuschrauben. Beim Versuch, diese Schickimicki-Dinger gleichzeitig in die Haken zu hängen, rutschte mir das 7,5-Kilogramm-Teil aus der Hand, knallte an der frisch tapezierten Wand entlang auf den neuen Boden und gab dem Fernseher von hinten einen Schups. Der fiel kopfüber zu Boden. Nach zwei weiteren erfolglosen Versuchen (der Fernseher funktioniert noch), dieses Teil, das übrigens ganze 3,5 Kilogramm tragen kann, aufzuhängen, folgte oben beschriebene Szene.

Und nun ganz simpel?

Dieses Regal werde ich entsorgen. Nun habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Und bei dem, das ich ausgesucht habe, war mir wichtig, dass es ganz simpel an die Wand kommt, nur mit vier Schrauben. Ob ich das dann hinbekomme, davon werde ich demnächst berichten...