Tennis mit Tauben

CZ-Leser geben Tipps gegen nerviges Federvieh

Heiko Hartung schrieb kürzlich eine Glosse über nervige Tauben und bekam daraufhin viele Zuschriften. Das sind die Ideen der Leser, um die Vögel zu vertreiben.

  • Von Heiko Hartung
  • 04. Mai 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Heiko Hartung
  • 04. Mai 2021 | 08:00 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Nervtötende Tauben mit penetrantem Nestbautrieb, die das heimische Gartenidyll empfindlich stören – offenbar habe ich dieses Problem nicht exklusiv, wie zahlreiche Zuschriften von CZ-Lesern auf meine Auslassungen jüngst an dieser Stelle zeigen.

Mit Raben-Attrappe die Tauben verschrecken

Herr Schmidt aus Lachendorf gab mir den Tipp, eine lebensechte Raben-Attrappe aus Plastik im Baumarkt zu erstehen und im Geäst des Baumes zu platzieren, in dem das Taubenpaar sich immer wieder seine Ein-Zimmer-Wohnung baut. Das hätte abschreckende Wirkung. „Unter uns: Früher haben wir die Angelegenheit mit dem Luftgewehr gelöst – da war schnell Ruhe“, verriet mir der 93-Jährige. Naja, Herr Schmidt, früher hatten wir auch noch einen Kaiser (aber dafür keine Tierschützer).

Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch

Frau Busse aus Bergen rät zum scharfen Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch. „In unserem Garten hat sich die Methode bewährt“, versichert sie mir. Gute Idee, unser Fünfjähriger nimmt auch immer Reißaus, wenn es unter die Dusche gehen soll – obwohl wir bei ihm nicht den Kärcher benutzen (was ab und zu angebracht wäre).

Hund stört Vogelpaar beim Nestbau

Die innovativste Idee hatte jedoch CZ-Leserin Brigitte Rilke parat: Im Garten ihrer Freundin stand eine große Kastanie, die regelmäßig von Tauben in Beschlag genommen wurde. „Die über 80-jährige Mutter meiner Freundin setzte sich zur Nestbauzeit im Gartenstuhl auf den Rasen, genoss die Sonne und bombardierte nebenbei die Häuslebauer mit Tennisbällen“, erzählt sie. Omas kleiner Hund brachte ihr die Bälle zurück und so wurde der Nestbau (an dieser Stelle) erfolgreich torpediert. Frau Rilke riet mir, ich solle einmal Ausschau halten nach einer rüstigen Rentnerin, einziges „Einstellungskriterium“ wäre eine gute Wurfhand. Ein apportierender Hund würde die Aktion komplettieren.

Diesen Aufruf gebe ich hiermit weiter. Ich würde auch eine bequeme Sonnenliege und die Verpflegung stellen – inklusive „Zielwasser“, falls gewünscht. Nur den Hund müssten Bewerber selbst mitbringen.