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Mittendrin Dank Ute Mittelstädt wird’s nie langweilig
Mehr Mittendrin Dank Ute Mittelstädt wird’s nie langweilig
15:08 13.06.2010
Ute Mittelstädt engagiert sich für den Ortsring und führt Ferienevents durch. Sie führt Aktionen im Rahmen von Ferienpaßaktionen durch und zeigt hier die so entstandene Marmelade.
Ute Mittelstädt engagiert sich für den Ortsring und führt Ferienevents durch. Sie führt Aktionen im Rahmen von Ferienpaßaktionen durch und zeigt hier die so entstandene Marmelade. Quelle: Torsten Volkmer
Faßberg

Mit „uns“ meint sie die Gruppe „Ü 13“. Dieses Kürzel steht für „Über 13 Jahre alt“ und will junge Einwohner Faßbergs und jung gebliebene Erwachsene ansprechen. Nach oben ist da keine Grenze besetzt. „Wir bemühen uns Unternehmungen zu organisieren, an der sich wirklich jede Altersgruppe beteiligen kann und Spaß hat.“ Das ist natürlich nicht leicht, aber unlängst gab es ein Blaubeeren-Pflücken, an dem Vertreter von der Opa- bis zur Enkelgeneration teilnahmen.

Ute Mittelstädt lebt seit 1982 in Faßberg. Als sie gemeinsam mit ihrer Tochter Marleen vor genau zwei Jahren die „Ü 13“ gründete, gab es in Faßberg bereits den Ortsjugendring. Der hatte eine ganz ähnliche Aufgabe und wendete sich ebenfalls an die etwa gleichen Altersschichten. Die Neugründung wollte dem etablierten Verein keinerlei Konkurrenz machen, sondern sah sich eher als so eine Art Ergänzung. „Ü 13 ist ein Teil meiner Offenen Jugendarbeit“, sagt deshalb Gemeindejugendpflegerin Kerstin Barsch. Ute Mittelstädt bezeichnet ihr Verhältnis zu Barsch als „ganz ausgezeichnet“. Im Übrigen ist mittlerweile jegliches eventuell mal vorhandene Konkurrenzdenken durch die Tatsache aufgehoben, dass Ute Mittelstädt nunmehr ebenso Vorsitzende des Ortsjugendrings ist. Für die Zukunft können sich da neue Perspektiven ergeben, die auf lediglich eine Organisation hinauslaufen, meint Kerstin Barsch.

Ute Mittelstädt hat also viel zu tun – und zwar ehrenamtlich. Das fachliche Fundament dazu besitzt sie durch ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegehelferin. Hinter dieser sperrigen Berufsbezeichnung steht die Arbeit mit Behinderten, vorzugsweise Kindern und Jugendlichen, aber auch in dieser Tätigkeit gibt es keine obere Altersbegrenzung.

Inzwischen hat Ute Mittelstädt viele Veranstaltungen organisiert. Sie nennt in erster Linie Ferienpassaktionen wie beispielsweise die Gruselnacht oder die Teilnahme an einer Lachendorfer Ferien-Disco. Mehr an Junge und Jungfühlende richtete sich die Beach-Party in Müden oder der Flohmarkt auf dem Wietzer Berg und eine Party am Valentinstag. Alle diese Veranstaltungen sind nicht nur Selbstzweck, sondern der Erlös kommt jeweils einer besonderen Einrichtung zu gute. Ein weiteres Betätigungsfeld für Ü 13 ist die Unterstützung des Mai-City-Festivals, das schon einen festen Platz im regionalen Veranstaltungskalender einnimmt und sich steigender Beliebtheit erfreut.

Wenn Ute Mittelstädt im Rückblick einige Momente aufzählt, an denen die von ihr gegründete Gruppe beteiligt war, so gehen ihre Gedanken doch in die Zukunft. „Auf meiner Planung steht, auch etwas Ähnliches für die Unter-Dreizehnjährigen aufzuziehen“, sagt sie. Darüberhinaus will sie sich für eine „Teenie-Disco“ stark machen. Es scheint, als wenn Ute Mittelstädt reichlich Betätigung für die nächsten Jahre sieht.

Von Udo Genth